Donnerstag, 30. April 2009

Teuer oder nicht teuer?

Eigentlich keine Frage!


Bin auf der Heimfahrt noch eben beim Giant vorbeifahren, um mir ein paar Essenssachen zu kaufen. Morgens werde ich ja durch die Community versorgt, Mittags gibts bei Siemens was, nur am Abend hungert es mich etwas. Irrsinnigerweise habe ich mir dann in den Kopf gesetzt, dass so ein Stück Gouda und ein paar Scheiben Salami nicht verkehrt wären.

Das Resultat: 85g Salami für $4,29 und 226g Gouda für $6,99 (siehe Preisschilder)!!! Und da sage noch einer das Essen hier wäre günstig. Egal, ich lass es mir trotzdem schmecken, jetzt umso mehr!

Mittwoch, 29. April 2009

Es geht wieder los!!!

Boathouse - I AM BACK!


Eigentlich ist es Zeit ins Bett zu gehen, aber diese Zeilen will ich jetzt doch noch schnell aufschreiben.
Heute hat Philipp - einer der Interns hier, der leider Ende dieser Woche wieder nach Deutschland zurück geht - seinen Abschied gefeiert. Leider deshalb, weil ich mich mit ihm echt gut verstanden habe und wir bestimmt noch viele weitere, coole Dinge gemeinsam hätten erleben können. Aber so ist das eben, ein ständiges Kommen und Gehen. Wird sich auch erstmal nicht ändern.
Jedenfalls hat Philipp heute seinen Abschied gefeiert und sich als Location Flanigan's Boathouse rausgesucht. Jene Kneipe in der ich vor drei Jahren so gut wie jeden Mittwoch war und unglaublich viele, geniale Erinnerungen verbinde.

Wie viel mir dieser Ort bedeutet habe ich zum ersten Mal gemerkt, als ich in diese leckeren ChickenWings in Honey BBQ oder Sweet Suicide Soße gebissen habe und um mich herum jede Menge Pitcher mit dem guten Yuengling-Bier standen.
Besonders lustig war unser Kellner, wobei "cooler Schwarzer der uns Zeug bringt" besser passen würde. Als wir eigentlich schon fertig waren fragte nämlich ne Bedienung ca. 5 Mal, ob wir die ChickenWings, die sie hatte, bekommen würden. Irgendwann hab ich dann einfach gesagt, sie solle sie herstellen. :) 5 Minuten kam besagter Typ an und schaute etwas irritiert, als wir genüsslich die Wings aßen, und ließ ein paar Sprüche ab. Weitere 5 Minuten später kam er mit Pommes an, die auch irgendwie keinem gehörten, zögerte nicht lange, grinste und stellte sie uns auch noch hin! ;) Sehr fein. War auf jeden Fall gut gesättigt danach.

Einen richtigen Erinnerungsschub bekam ich dann aber, als wir einen Stock tiefer gingen und ich die Billardtische, Bar und alles andere sah. Hier hab ich schon verdammt viele Sachen erlebt.
Jetzt freue ich mich auf den Sommer und versuche die Boathouse-Tradition wieder aufleben zu lassen. Mal schaun, evtl. klappts ja und dann gibt bestimmt viele, neue Stories zu erzählen und zu erleben ...

Dienstag, 28. April 2009

Fertig in 90 Sekunden!

Wer den Film "Nur noch 60 Sekunden" mag, wird das hier lieben. Zwar dauert es insgesamt 90 Sekunden, also quasi 30 mehr, aber die zu warten lohnt sich definitiv!

Aber von vorne: Heute Mittag hab ich mir - figurbewusst wie
ich bin - nur einen Salat in der Kantine geholt. Das Wochenende war ja vollgepackt mit Fleisch, dass ich mir dachte, es würde nicht schaden mich etwas zurückzuhalten. Nun ja, der Salat war auch wirklich lecker, aber am Abend hatte ich dann doch solchen Hunger, dass ich mich mal an meinen Fertiggerichten versuchen wollte, die ich mir in weiser Vorraussicht letzte Woche zugelegt hatte.
Nach langen hin und her überlegen, dem Abwägen der Vor- und Nachteile, sowie fachlicher Beratung von Becci, habe ich mich schließlich dafür entschieden mal zu kucken was aus einem kleinen Behälter innerhalb von 90 Sekunden so alles entschlüpfen kann ... Ich kann gar nicht beschreiben was für eine Welt an Eindrücken sich mir öffnette, als die ersten Nudeln mit Chilli-Geschmack meinen Gaumen kitzelten. Es war ein Feuerwerk der Sinne und die herrlich gewürzten, zarten Fleischstückchen umschmeichelten meine Geschmacksknospen, unterstützt durch den überwältigenden Duft der meine Naseflügel durchströmte!

Irgendwann muss ich dann aufgewacht sein, aber es war ein schöner Traum. Doch wie so oft, hat mich auch hier die Realität letztendlich eingeholt. Eine detaillierte Beschreibung möchte ich euch hier ersparen und lieber die Illusion einer heilen Welt mit Gourmetessen aus der Box in 90 Sekunden aufrechterhalten.
Naja, was soll ich weiter sagen. Da die erste Box mich nicht wirklich befriedigt hat, gabs auch gleich noch die zweite (keine Angst, sind nur 300 Kalorien pro Box). Die war immerhin etwas "besser" - alles ist relativ. ;)

Ach so, wer sich fragt, was das mit oben erwähnten Film zu tun hat ... nix!

Besichtigungstour

Ich habe es nun schon des Öffteren erwähnt, dass ich quasi in einer Wohnsiedlung wohne - den Korman Communities. Wer dabei nun an irgendwelche Hippy-Kommunen denkt, liegt allerdings falsch. Vielmehr ist es eine Anlage, die aus mehreren Wohnhgebäuden besteht. Die 3-stöckigen Häuser beherbergen ca. 24 Appartments.
Am Eingang gibt es dann noch ein allgemeines Gebäude, wo quasi die Verwaltung sitzt, es Frühstück gibt, einen Fittnessraum, sowie einen Pool, der in den nächsten Wochen geöffnet wird.

Ein paar erste Eindrücke hab ich euch mal in dieser Gallerie zusammengefasst, die ich bei Gelegenheit ergänzen werde. Zu jedem Bild gibts auch einen Untertitel, damit ihr wisst was ihr da seht.
Alles in allem ist es wirklich super schön hier und - ich kann es nicht oft genug sagen - immer einen Besuch wert! :)

Weiß ist das neue Silber

Endlich habe ich mal Zeit gefunden und auch noch das passende Wetter gehabt - ja, bei uns hat es momentan tatsächlich bis zu 30°C!!! - um Fotos von meinem Auto zu machen. Dabei kann ich mich wirklich glücklich schätzen überhaupt so einen heißen Schlitten zu fahren, denn leider, leider haben sich die Zeiten für die Interns seit meiner Zeit etwas geändert.
Vor drei Jahren hatte ich ja auch schon recht nette Gefährte, wie einen Pontiac Grand Prix oder ganz zum Schluss sogar einen Pontiac G6 GTP. Durch eine erhöhte Anzahl an Unfällen in den letzten Monaten gibts aber dummerweise nur noch die kleineren Ausgaben, weswegen momentan 90% in Kias unterwegs sind.

Gut für mich, dass ich ein Delegate bin. Auch wenn es mich einiges an Überzeugungskraft gekostet hat das dem Mietwagentypen klar zu machen. Aber es hat sich gelohnt, da ich nun seit fast einem Monat stolzer Besitzer eines Saturn Aura XE bin, der mit 169PS schon Spaß macht! Dennoch, nächsten Monat werde ich vielleicht doch mal anfragen, ob zufällig ein GTP rumsteht, die Dinger sind immer noch am genialsten!

Montag, 27. April 2009

Fotoshooting im nächtlichen Phili

Nach dem wirklich genialen Baseballspiel haben wir uns auf dem Heimweg noch spontan dazu entschlossen nach Phili reinzufahren, um ein paar coole Bilder zu schießen. Peinlicherweise war ich in Phili wirklich noch nicht unterwegs gewesen (bis auf ein Mal) und so habe ich auch gleich ein paar erste Eindrücke sammeln können, von einer Stadt, die ich dieses Mal auf jeden Fall intensiver besichtigen werde!

Um eine tolle Kulisse zu bekommen fuhren wir zum Museum of Art, jenem berühmten Ort aus dem Film Rocky, wo er boxend die Stufen heraufsteigt um zu trainieren. Es steht sogar eine Statue nebenan und dank der nächtlichen Stunden konnten wir uns dort ungestört austoben. :)

Auch die anderen Stellen schenkten uns traumhafte Hintergrundbilder für unsere Fotos, die natürlich nicht zuletzt danke der Top Ausrüstung von Albi spitzenmäßig wurden. Da merke ich halt doch wieder, dass eine gute Kamera und etwas Können schon einiges wert ist. Bin auch schon auf die HDR-Bilder (High Dynamic Range Bilder) gespannt, dazu dann aber mehr wenn ich sie habe.



Ach übrigens, auch wenn es auf manchen Bilder so aussehen mag, sie sind nicht geschnitten oder nachbearbeitet!!!

Von wegen langweilig ...

... Baseball mal spannend!


Eigentlich wollte ich ja wirklich nur zu diesem Spiel mit, um sagen zu können "ich hab ein Baseballspiel im Stadium gesehen" ... niemals hätte ich mir träumen lassen, dass ich dieses Spiel nicht nur nicht langweilig, sondern unterhaltsam, ja sogar spannend finden könnte. Aber anscheinend waren uns die Baseball-Unterhaltungs-Götter wohl gesonnen und schenkten uns wahrscheinlich eines der besten Spiele dieses Saison!

Bevor es losging, durften wir erstmal die Massen an Möglichkeiten zum Essenskauf bestaunen, sowie diverse Souvenier- und Fanshops. Vermutlich war das Stadium nur aus einem Grund gebaut und der Sport nur dafür erfunden worden: Um so viel Essen wie möglich zu verkaufen. Auch hier ist es, wie eigentlich bei allen amerikanischen Sportarten die ich bisher gesehen habe, ganz normal während des Spiels herumzulaufen und sich mit allem möglichen Zeug auszustatten. Nach einer halben Stunde kommt man dann eben wieder zurück und guckt weiter. Allerdings dauern hier die Spiele auch gut mal drei bis fünf Stunden, weswegen das teilweise nachvollziehbar ist. Auch nicht fehlen darf natürlich das Maskottchen sowie die Chearleader - das Publikum möchte schließlich unterhalten werden.

Das Spiel an sich ging zunächst recht unspektakulär los, doch spätestens als im fünften Inning die Phillies durch einen Grand Slam von Ryan Howard wieder gleichzogen, war jeder voll dabei.
Wer im letzten Satz überhaupt nichts verstanden hat, für den kurz und ganz grob die Regeln von Baseball: Zwei Mannschaften spielen gegeneinander, wobei eine Mannschaft die offensive ist (diejenige die schlägt und rennt) und die andere defensiv (diejenige die wirft und fängt). Das Spiel ist in 9 Abschnitte gegliedert, auch Innings genannt, wobei in jedem Inning beide Mannschaften offensiv und definensiv spielen. Üblicherweise beginnt dabei die Gastmanschaft offensiv, danach wird gewechselt. Trifft der Schläger (Batter) den Ball des Werfers (Pitcher) darf ersterer loslaufen und versucht nun zum ersten Standpunkt (Base) zu kommen, evtl. auch weiter zum zweiten oder dritten. Wird der Ball gefangen ohne das er den Boden berührt ist der Batter draußen, ansonsten bleibt er an einer Base stehen und der nächste darf schlagen. Bei jedem Schlag dürfen natürlich alle laufen und versuchen eine Runde zu drehen und so zu punkten. Wenn drei Batter draußen sind, dann wird gewechselt.
Ein Home Run ist dabei ein Schlag der über das Spielfeld hinaus geht und somit nicht gefangen werden kann. Dabei dürfen alle Leute, die auf Bases stehen ins Ziel laufen und es gibt Punkte. Als ein Grand Slam wird dabei ein Home Run bezeichnet, bei dem alle Bases besetzt sind und somit vier Punkte mit einem Schlag erziehlt werden können.

An sich sind Grand Slams schon selten genug, aber wir hatten sogar zwei!!! Nachdem nämlich die Washington Nationals im achten Inning vier Punkte holen konnten und damit die Chancen auf den Sieg für die Philadelphia Phillies wieder sanken, gab es durch Raúl Ibáñez gleich nochmal einen Grand Slam und die Sensation war perfekt.

Dieses Spiel hat meine Meinung bzgl. Baseball doch stark geändert, wobei wir auch echt Glück hatten, gerade bei so einem Spiel dabei sein zu dürfen.
In der Gallerie finden sich übrigens noch ein paar mehr Bilder ...


Nach diesem sagenhaften Match wollten wir den Abend, bzw. eher die Nacht noch schön ausklingen lassen und beschlossen zunächst in eine der umliegenden Bars zu gehen, uns unter die Feiernden zu mischen und mit einem Bier auf den Sieg anzustoßen. Zuvor mussten wir allerdings zum Auto zurück und da haben wir uns dann etwas verquatscht, weswegen wir beschlossen haben doch schon heim zu fahren. Als wir jedoch an ein paar extrem cool beleuchteten Häusern vorbeikamen, hat es uns doch noch gepackt und wir sind nochmal nach Phili reingefahren ... zu einem nächtlichen Fotoshooting!

Freitag, 24. April 2009

Völkerzusammenführung

Ein Wochenende USA-extrem!


Eigentlich ist hier ja alles extrem: Das Essensportionen, die Straßen, die Autos, die Shows und man könnte annehmen, dass ich inzwischen daran gewohnt wäre, aber dieses Wochenende hatte nochmal ein paar neue Erfahrungen bereit.

Ziel und Grund des ganzen Ausfluges war das Blue & White Game der Penn State Nittany Lions, einer der traditionsreichsten College-Footballmanschaften in Amerika. Zwar ist es nur ein Trainingsspiel - die eine Hälfte der Mannschaft spielt in blau, die andere in weiß - dennoch war einiges geboten.
Um in den vollen Genuss, der amerikanischen Art solch ein Event zu feiern, zu kommen, mieteten wir uns zu siebt ein RV (Recreational Vehicle oder auch Wohnmobil). So konnten wir ohne Probleme Freitag bis Sonntag in Penn State (so heißt die Stadt) bleiben und vor allem life am Tailgating teilnehmen! Tailgate Parties finden üblicherweise vor großen Veranstaltungen auf den Parkplätzen vor Stadien statt und beinhalten - zumindest laut Wikipedia - oftmals den Konsum von alkoholischen Getränken und gegrilltem Essen. Wir beschränkten uns natürlich auf erst... äh letzteres! :)

Nachdem wir uns auf der Hinfahrt also ordentlich mit verschiedensten Essenssachen beim Wallmart eingedeckt hatten, stellten wir gegen habl zwölf nachts unser Zuhause für drei Tage auf einer nahegelegenen Wiese ab, wo uns schon einige weitere RVs erwarteten. Natürlich wurde jetzt erstmal der Grill angeschmissen, denn nach so einer langen Fahrt mussten wir uns zunächst stärken.


Am Samstagmorgen erwartete uns schon die Sonne und machte sich bereit auf die Höchsttemperatur von 32°C zu steigen. Zum Brunch gabs dann - wie sollte es anders sein - ein kleines BBQ. ;) Ansonsten verbrachten wir den Vormittag mit relaxxen, Football spielen, ein paar amerikanische Spiele ausprobieren und uns mit unsern Nachbarn anzufreunden, bevor dann am spätern Vormittag weitere Interns eintrafen, die aber nicht das ganze Wochenende bleiben wollten.

Gegen halb eins machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg zum großen Ereignis, welches im Beaver Stadium. Es fasst sagenhafte 107.282 Zuschauer, was es zum größten Stadium der USA und dem dritt größten der Welt macht! Hier trafen wir auch in der Tat tausende an Menschen an, die alle feierten, tranken, aßen und einfach nur gute Laune hatten. Vor dem Spiel konnte man sich erstmal ein paar Autogramme von den Spielern oder - so man wollte - den Cheerleaderinnen organisieren.

Dann noch kurz die Nationalhymne gespielt - bin ich ja jetzt gewohnt - und es ging los. Leider muss ich sagen, dass mich das Spiel selbst nicht so wirklich vom Hocker gerissen hat. Für meinen Geschmack waren zu wenige Würfe dabei. Es ging vielmehr immer so: aufstellen, kurz rennen, zusammenkrachen, hinschmeißen und von vorne. Aufstellen, rennen, ... Möglicherweise lag es aber auch daran, dass ich vom vorherigen Abend noch etwas müde war und meine Augen ziemlich getränt haben (hab wohl Sonnencreme reinbekommen).
Naja, wie auch immer. Gefeiert wurde trotzdem, denn PennState konnte ja nur gewinnen und nach dem Spiel stürmten wieder alle aufs Spielfeld für Fotosession Nr. 2.

Nachmittags ging es zum Abendessengrillen wieder zurück zum Campingplatz, wo wir weiter mit unseren amerikanischen Nachbarn plauderten und auch zwei Mädels kennenlernten, die in einer Lacrosse Mannschaft spielten. So haben wir uns gleich mal dazugesellt und diese Sportart angetestet. Wer es nicht kennt: bei Lacrosse hat man einen Stecken an dessen Oberseite ein Netz befestigt ist, mit dem man Bälle fängt und wirft. Ähnlich wie beim Feldhockey spielen zwei Mannschaften gegeneinander auf Tore. Coolerweise war am Abend zum Abschluss des Blue & White Wochenendes noch ein Männer-Lacrosse-Spiel.
Dabei sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass es bei Lacrosse (zumindest bei der Männer-Variante, nicht aber bei den Frauen) wirklich erlaubt ist sich mit den Stecken zu schlagen - solange es in Ball nähe passiert!!! Wenn also jmd. mit dem Ball aufs gegnerische Tor zu rennt, dann wird er von allen Seiten verprügelt! :D Echt sehr lustig mit anzuschaun und bestimmt super, um sich abzureagieren.
Dank den beiden Mädels und einem weiteren Ami, der vor uns saß, wurden wir auch gut in den Regeln unterwiesen und ich muss schon sagen, dass mir dieses Spiel deutlich besser gefallen hat, als das Footballmatch. Da war wenigstens Action und Bewegung dabei!

Da das PennState-Team aber haushoch überlegen war, sind wir zur Halbzeit gegangen. Außerdem hatten wir ja noch den ganzen Abend/Nacht vor uns, die wir nutzen wollten, um zu schauen, was in so einer Studentenstadt so los ist. Hier beginnt mein eigentliches Highlight des Wochenendes, denn schon auf dem Weg in die Innenstadt, die ca. 45 Minuten entfernt war und wir planten zu Fuß zurückzulagen, hielt plötzlich ein Pickup-Truck mit einem jungen Typen, der uns fragte, ob er uns nicht mitnehmen solle. Sau cool!!! Ich glaube in Deutschland hätte man da ewig warten können, bevor das jmd. macht.
Praktischerweise arbeitete der Kerl im Hooters. Praktisch nicht deshalb, weil es das Hooters ist, sondern weil sich das Hooters direkt im Stadtzentrum befindet. Von dort aus liefen wir keine 500m bevor wir zwei Leute ansprachen, ob sie nicht wüssten, wo hier die besten Möglichkeiten zum Feiern sind. Diese erklärten uns dann den Weg zur "Fraternity-Road", die so genannt wird, weil sich hier die ganzen Verbindungshäuser befinden.
Wir liefen also in die beschriebene Richtung, wurden aber recht schnell wieder von den beiden eingeholt und prompt gefragt, ob wir nicht einfach mit zu ihnen kommen wollten. Sie hätten ne Party am laufen, ein Fass in der Küche und die Leute würden sie über ein paar Deutsche mit Sicherheit freuen.

Da ließen wir uns natürlich nicht zwei Mal bitten und wurden ein paar Meter später mit entsprechendem Gegröle empfangen: "Eeeeeeeeeey, the Geeeermaaaaaaaaaaans" :))) Ach ja, der Abend war wirklich super. Wir haben uns spitze mit allen unterhalten, Bier-Pong gezockt und einfach Spaß gehabt. Außerdem hat sich auch mal wieder gezeigt wie klein die Welt ist, denn einer arbeitete doch tatsächlich in Malvern (haben uns dann gleich fürs Boathouse am kommenden Mittwoch verabredet). Noch viel krasser war ein anderer, der vor ein paar Jahren Verwandte in Deutschland besucht hat und zwar in genau der Kleinstadt in einer der Interns hier geboren war. Natürlich wollte es der Typ erst nicht glauben, bis Klaus ihm seinen Pass gezeigt hat. Richtig genial!
Später erfuhr ich, dass sie einen Rammstein-Song (eine deutsche Band für alle Unwissenden oder älteren Leser :D) während ihrer Aufnahmerituale spielten und da waren sie echt begeistert, als ich den Text "vorsingen" konnte. :) Genauso lustig war es, als wir ihnen ein paar Sätze auf deutsch beibringen sollten.

Ach ja, sowas beeindruckt mich doch immer wieder. Einfach in eine Stadt zu gehen, wildfremde Leute anzuquatschen und nen super Abend mit ihnen zu verbringen! So muss das sein und so stelle ich mir den interkulturellen Austausch vor!
Irgendwann bin ich dann mit einem Intern, dessen Namen ich hier mal unerwähnt lasse, wieder richtung RV gelaufen, alle anderen waren schon vorher gegangen und überraschenderweise haben wir den Weg auch ziemlich gut gefunden. Bzw. ich habe ihn gut gefunden, Mr. X wollte sich an den unmöglichsten Stellen zum Schlafen hinlegen! :) Ich konnte ihn aber doch immer wieder motivieren, doch noch etwas weiter zu gehen.

Den Sonntag haben wir dann zum Erholen, Grillen - darf auch an diesem Tag nicht fehlen - Relaxxen, lustige Bilder machen und dösen genutzt. Wir hatten aber auch keine Eile heim zu fahren, dafür war des Wetter zu gut und unser Essensvorat noch zu groß.

Alles in allem also ein wirklich gelungenes Wochenende, mit vielen Momenten und Erlebnissen, die mir noch lange ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern werden!

P.S.: Gratulation an alle, die meinen bisher längsten Artikel komplett durchgelesen haben! Als Dankeschön bekommt ihr jetzt noch den Link zur Gallerie, in der ihr die Best of Bilder des Wochenendes anschaun könnt.


Foto: gopsusports.com

Donnerstag, 23. April 2009

Die Macht der Medien

Die heutige, total vernetzte Welt ist schon wirklich faszinierend! Da schrumpfen Entfernungen von tausenden Kilometern zu so gut wie nichts zusammen, wenn man via WebCam und IP-Telefonie sich beim skypen direkt gegenübersitzt. Da kann man zu jedem Zeitpunkt aller Welt zuzwitschern welchen Film man gerade schaut oder wann man gedenkt das nächste Mal aufs Klo zu gehen. Da kann man festzustellen, dass man in seinem früheren Leben höchstwahrscheinlich "Queen Elizabeth I" war, denn natürlich stimmen die Ergebnisse der doch sehr vielfältigen Facebook-Quizfragen immer. :)

Ein anderer Effekt ist, dass plötzlich einzelne Menschen zu Informationsquellen werden. So zum Beispiel auch im Fall des Airbus-Unglücks im Hudson River, bei dem ein Mann sofort in aller Munde war, der über Twitter innerhalb kürzester Zeit die ersten Meldungen dazu verbreitete (Spiegel-Artikel).

Nicht, dass ich mich hier mit diesem Fall vergleichen möchte. Weder habe ich irgendwas "zuerst" gepostet, noch Dinge, die nicht auch schon längst woanders standen. Dennoch ist mein Blog-Eintrag nach wie vor auf Nummer 1 der Suchergebnisse oder zumindest unter den Top 10 zu finden, was ich bei über einer Million Treffern nie für möglich gehalten habe und mir höchstwahrscheinlich auch nie wieder passiert.

Doch dabei wurde mir eine Sache erst so richtig bewusst: Dass damit auch eine extreme Verantwortung verbunden ist. Ich meine, ich hätte ja auch Dinge erfinden können, bzw. übertreiben oder sonstwie falsch darstellen. Dennoch hätten sie zunächst mal von jedem gelesen werden können und heutzutage ist ja leider alles wahr, was sich in Blogs, Wikis und auf sonstigen Webseiten befindet.
Klar, wenn auch sonst kaum Informationen zu finden sind, da stürtzt man sich eben auf alles was man kriegen kann.

Mir hat diese Angelegenheit jedenfalls mal wieder gezeigt wie vorsichtig man mit Dingen, die man im Web postet sein muss. Allerdings auch mindestens genauso vorsichtig, mit dem was man im Netz liest.

Sonntag, 19. April 2009

Das ist KRANK!

Crank 2: High Voltage


Natürlich gehe ich auch in Amerika gerne ins Kino, eigentlich sogar lieber, wegen der schon oft gerühmten Originalsprache. Heute war es dann auch das erste Mal in diesem Auslandsaufenthalt soweit und ein paar Interns und ich beschlossen uns Crank 2 anzuschauen.
Schon der erste Teil war absolut abgedreht, aber auf seine ganz eigene Art uns Weise doch "faszinierend"! ;) Im zweiten Teil (Trailer) wurde da sogar noch eins drauf gesetzt.

Die Story ist im Prinzip recht schnell erzählt. Dem Hauptdarsteller "Chev Chelios" (gespielt vom allseits beliebten Jason Statham) wird das Herz entfernt und durch ein künstliches ersetzt, dessen Batterie allerdings Strom benötigt, um am Schlagen gehalten zu werden. Auf der Suche nach den bösen Jungs, die Chev das Herz geklaut haben muss dieser also immer wieder nach Stromquellen ausschau halten. Sei es der Hauptspannungskasten von nebenan, der Taser eines hilfsbereiten Polizeibeamten oder durch die elektrische Energie wenn sich zwei Körper aneinander reiben ...
Naja, der Film ist wirklich nichts für schwache Nerven oder zarte Gemüter, aber wer an doch recht kranken und überzogenen, aktiongeladenen Szenen interessiert ist, findet hier definitiv ein Schmuckstück der Filmgeschichte.


Foto: Wikipedia

FastFood Bestellung

... auf etwas andere Art


Bevor ich beginne über die Erlebnisse des noch andauernden Wochenendes zu berichten - mal schaun, ob ich heute schon dazu komme?!? Möchte ich euch dieses kleine Video nicht vorenthalten, welches ich gerade entdeckt habe. Es ist gerade mal 11 Tage im Netz, aber hat allein auf YouTube schon über 324.000 Views und zeigt eine wirklich kreative Art FastFood an einem Drive-Thru Schalter zu bestellen:

Hier ist übrigens noch der Link zu der Rap-Varianten Bestellung ... Link

Für alle, die meine Berichte kaum noch erwarten können - gell Holger - hier schonmal eine kurze Zusammenfassung: Super coole, geniale Tage! :D

Gabbuuut

... ist die DigiCam


Tja, das ist wirklich dumm gelaufen. Den ganzen Tag hat mich meine Digicam, die ich mir vor drei Jahren zugelegt habe, treue Dienste erwiesen. Hat sich weder von Geschwindigkeiten jenseits der 100km/h, noch von Wasserspritzern oder heftigen Rucklern abhalten lassen, super Videos aufzunehmen und tolle Bilder zu generieren.

Doch wie es mit Gebrauchsgegenständen nunmal so ist, sie können während des Gebrauchs leider auch kaputt gehen. Nur dass es diesmal meine Schuld war. Bei einer der letzten Runden in den Rollercoastern von SixFlags hat es mir das Display der Kamera, die ich - wenn ich sie mal nicht in der Hand hatte, um Videos zu drehen - in meiner Hosentasche aufbewahrte, so stark eingedrückt, dass sie nun keinen Muckser mehr von sich gibt.
Aber da Aufregen auch nix bringt hab ich die Sache erstmal ignoriert und heute morgen nach einer Problemlösung gesucht und (hoffentlich) auch für 40$ gefunden: So viel kostet nämlich ein neues Display bei eBay, was in 5-14 Tagen direkt von Hong Kong geliefert wird.

Für die nächsten Wochen wird es wohl aber erstmal keine Bilder von meiner Kamera geben, sondern wieder eher von meinen Kollegas oder ich nehme meine zweite Cam mit! :)

Party Hat-Trick

Ja, hier schlägt doch ein etwas härterer Rhythmus, als ich ihn normal kenne. Nicht, dass ich ein Kind von Traurigkeit wäre, aber so wie es sich entwickelt geht hier das Wochenende wohl schon am Donnerstag los. Aber ich bin ja noch jung *hüstel* und verkrafte das ganz gut! :) Naja, jede Woche muss sicherlich nicht sein, aber folgendes ereignete sich zumindest dieses Mal.

Bis zum Mittwoch dachte ich ja, dass am Donnerstag Abend eine gechillte Runde Guiter Hero gezockt wird, aber die Kampfpreise der umliegenden Bars hatten andere Pläne. Von 9 bis 10 Uhr war nämlich "Open Bar" im Kildare's auf Grund einer Facebook Party. Eigentlich hätte man die Flyer mitbringen müssen, aber am Eingang war das dann im Prinzip egal. Einfach 5$ zahlen und schon durfte man für eine Stunde so viel trinken wie man wollte.
Da ich - im Gegensatz zu vor drei Jahren - nicht mehr um die Ecke wohne, sondern heim fahren oder irgendwo übernachten muss, hilt ich mich aber zurück und gönnte mir nur 2 Bier. Wobei es sehr lustig mit anzusehen war, wie sich die anderen innerhalb so kurzer Zeit doch leicht veränderten! :D
Gegen halb 11 gings dann weiter ins Barnaby's, da hier die Getränke wohl etwas günstiger im Gegensatz zum Kildar's sind. Naja, für mich ja im Prinzip egal, aber lustig wars trotzdem. Allerdings war die Musik jetzt nicht ganz so mein Fall und um die ständig zu ertragen ist glaub wirklich Alkohol nötig.
Um halb 2 hatte ich dann aber genug und da die ganzen Bars hier ohnehin um Punkt 2 Uhr dicht machen, konnte ich auch nicht mehr viel verpassen. Ähnlich dachten noch einige andere, die ich dann auch mit heim fuhr. Aber nicht ohne noch das obligatorische Stück Gute-Nacht-Pizza zu organisieren.
Besonders spaßig wars dann übrigens am nächsten Tag beim Mittagessen, da für viele der Abend nicht mehr ganz so gut in Erinnerung war. Tja, das haben se nun davon. :-)))

Freitag stand dann mein erster Besuch in der Willson Avenue an. Ein Haus am Rande von West Chester, das zu meiner Intern-Zeit zum Häuser-Pool dazu gekommen war. Hier haus... äh leben vier Jungs und es ist der ideale Ort für Parties: Terasse und Wiese hinterm Haus, perfekt für BBQs, gemütliches Zusammensitzen oder Football. Und genau das taten wir dann auch! Leider gabs aber keinen vollautomatischen Gas-Grill, sondern nur eine Kohlenpfanne, aber nach ner halben Stunde wedeln waren die Kohlen auch soweit und der Rost konnte mit Fleisch belegt werden.
Mein 400g Steak brauchte zwar etwas, wurde aber richtig lecker und so konnte ich schon bald ein super Stück Fleisch, verschiedenste Salate, Baguette und das gute, alte Yuengling-Bier verkosten. Gegen halb 12 machten sich dann noch einige auf den Weg ins Barnaby's, was mir aber wegen des bevorstehenden SixFlag Trips doch etwas zu viel wurde. Irgendwie ist es dann aber doch noch halb eins geworden, bis ich gegangen bin. Egal, schee woas!!!

Der Abschluss und damit die Vollendung des Party Hat-Tricks stand nach unserem SixFlags Tag am Samstag an. Ein amerikanischer Intern (Michael) hatte uns informiert, dass eine befreundete Band von ihm - A Life of Riley - kürzlich einen Wettberwerb gewonnen haben, der mit $25.000 ausgezeichnet war und dass sie demnächst auf U.S. Tour gehen würden. Vorher war wohl nochmal ordentlich feiern angesagt. Da durften ein paar German Guys natürlich nicht fehlen.
Die Party stieg in einer 6er-Jungen-WG und ist mein neues Highlight in Sachen "Wohnungen in denen ich nie leben möchte, bzw. Angst habe aufs Klo zu gehn". War schon echt sehr krass, aber die andern Amis waren entweder schon dran gewöhnt oder haben sich nicht weiter dran gestört. Vielmehr wurde fleißig Bier-Pong gespielt. Zu gern hätte ich auch ein, zwei Runden mit geworfen, nur war ich - wie sollte es auch anders sein - mal wieder der Fahrer.
Nicht, dass ich es immer rein gedrückt bekomme, nur ist mein Auto eben das größte und es darf keiner außer mir damit fahren ... ergo, Bene fährt meistens. Nach erstem zaghaften Abtasten, bzw. ignorieren - hatte nicht das Gefühl, dass sich die Leute groß für uns interessiert hätten - wurde es dann doch noch sehr cool, als wir mit dem Schlagzeuger (der Typ ganz rechts in der hinteren Reihe) ins Gespräch kamen. In den folgenden Stunden entwickelten sich weitere coole Gespräche über dies und das, bis wir uns gegen halb 4 dann von Phili wieder auf den Heimweg begaben.

Glückerlicherweise konnte ich am Sonntag gut ausschlafen, denn so langsam spürte ich die nächtlichen Aktivitäten doch recht deutlich. Aber ein Wochenende ist zum Feiern da und wie kommentierte eine nette Freundin in Facebook: "Luckily the weekend only lasts 2 days and you'll have 5 days to recover ;)"
In diesem Sinne, einen guten Start in die Erholungs-, bzw. Arbeitswoche! Auf dass ich wieder fitt fürs Wochenende bin ...


P.S.: Leider sind meine Internkollegen nicht ganz so schnell, weswegen ich leider noch keine weiteren Bilder habe ... kommen aber noch!

Samstag, 18. April 2009

Five-In-A-Row

Six Flags, still awesome!


Rollercoaster (zu deutsch Achterbahnen) sind und bleiben einfach der Hammer!!! Heute war es endlich wieder soweit und ich besuchte nach fast drei Jahren erneut einen der genialsten Vergnügungsparks: SixFlags Adventure Park in New Jersey.

Mit herrlichen 25°C war es die deutlich bessere Alternative gegenüber dem letzten Wochenende, wo der Besuch eigentlich eingeplant war, und trotz meiner Befürchtungen war der Park zwar gut besucht, aber in einem noch erträglichen Maße. Zur Einstimmung fuhren wir mit einer Achterbahn, die den treffenden Namen Superman: Ultimate Flight trägt. Das Lustige: Hier hängt man nicht nur unter den Schienen, der Sitz wird auch noch nach hinten geklappt. So dass man wirklich - eben wie Superman - durch die Luft fliegt.
Danach ging es zur Great American Scream Machine, die uns mit 7 Loopings ordentlich durchschüttelte. Dieser Achterbahn verdankt der Beitrag übrigens seinen Namen, da wir hier am Nachmittag 5x hintereinander gefahren sind. Es waren grad keine Leute da, so konnten wir einfach sitzen bleiben. :D Sehr lustig, wobei uns die Verantwortlichen schon für total verrückt gehalten haben ...

Eines DER Highlights in diesem Park ist definitiv Nitro, der nicht nur mit einem Fall von 70m ordentlich Schwung holt, sonder auch noch auf sagenhafte 130km/h beschleunigt. Da wir uns hier eine Platz in der ersten Reihe ergattern konnten, hab ich die Chance genutzt und gleich mal ein kleines Video gedreht. Wie sagt man so schön: Enjoy the ride!!!


Natürlich bot der Park noch einige Achterbahnen mehr. Die berühmteste - der Kingda Ka - war allerdings geschlossen. Da ich ihn aber schonmal erlebt habe und zwar interessant, aber nicht atemberaubend fand, war es für mich nicht ganz so schlimm.
Besonders da die beste Achterbahn des Parks lief wie am Schnürchen: El Toro. Eine der Top-Holzachterbahnen der Welt!!!

Die einzig nervige Sache bei eigentlich allen Achterbahnen ist das Anstehen, teilweise über einer Stunde. Zwar ist es in der Gruppe erträglich, aber sollte ich den Park im Spätsommer nochmal besuchen, dann gönn ich mir definitiv einen Flash-Pass - benannt nach dem Comic-Charakter Flash (der Blitz). Mit dessen Hilfe kann man gemütlich an der kompletten Warteschlange vorbeilaufen und direkt vor zum Einstieg. Zwar kostet dieses Vergnügen nochmal 30$ extra, aber bringt eine Zeitersparnis von mindestens 80%!

Zum Glück weniger anstehen mussten wir bei der Wasserachterbahn "Saw Mill Log Flume", die uns zur Nachmittagshitze angenehm erfrischte. Hier habe ich auch gleich die Wasserdichtigkeit meiner Kamera testen können und den Mega-Splash vom hinteren Platz aus mitgefilmt:


Natürlich kosteten wir den Park bis zur letzten Minute aus und fuhren tapfer die letzten Runden im Superman - so wie wir gestartet waren. Irgendwann war dann aber auch dieser, mit Adrenalin voll gepackte Tag zu Ende und wir machten uns wieder auf den Heimw ... äh nein, Weg zum nächsten Event: Der Party in Phili!

Hier findet ihr übrigens alle Bilder:
Und hier die drei Videos:

Dienstag, 14. April 2009

Sixers vs. Celtics

Es ist zwar peinlich, aber ich muss es zugeben: Dies war mein erster Besuch in einem Sportstadium! Nicht das erste Mal in Amerika, nicht das erste Mal seit ich volljährig bin, sondern wirklich das erste Mal überhaupt! OK, da das nun raus ist, fühl ich mich doch gleich besser.
So freute ich mich natürlich ganz besonders auf dieses Event im Wachovia Center in Philadelphia und fuhr mit 8 anderen zum letzten Basketball-Match vor den Playoffs. Dabei traten die Philadelphia 76ers gegen die Boston Celtics an. Die Celtics waren zwar die klaren Favoriten, aber als Phili-Zugehöriger war ich natürlich für die Sixers!

Empfangen wurden wir von überaus freundlichen Damen, die aber leider nicht sehr viel Geld zu haben scheinten, da sie sich nur recht wenig Stoff leisten konnten. Dennoch waren sie gut gelaunt und lächelten immerzu, wenn auch manchmal etwas gequält (siehe Bild :D). Zu Kinder waren sie besonders nett, versuchten aber wohl durch die Weitergabe ihrer Namen um Spenden zu bitten. Wir haben uns dann nicht weiter hier aufgehalten, da uns dieses Elend nur die Stimmung verdorben hätte.

Lieber wollten wir uns mit einem ordentlichen, amerikanischen Essen den Bauch voll schlagen. Das scheint nämlich die zweite Lieblingsbeschäftigung in Sportstadien hier zu sein: FastFood! Auch wir konnten uns diesem Trend nicht entziehen und haben sicherheitshalber gleich mal "All you can eat"-Tickets gekauft. Und die müssen sich natürlich erstmal rentieren. D.h. unsere zweite Station waren die Futterstellen (jepp, die Bezeichnung ist korrekt), wo es Pepsi, Sprite, Chips, HotDogs und IceCream en masse gab. Eben so viel man essen konnte.
Um den Sixers zu huldigen stopfte ich mir im Lauf des Abends dann auch unter anderem sechs HotDogs rein, wobei ich mit dem letzten schon echt zu kämpfen hatte. Aber sie waren gar nicht mal so schlecht und das Sprite spülte sie gut herunter und durch das Eis wurde mein Magen im Anschluss auch wieder etwas beruhigt.

Irgendwann ging dann das Spiel los. Aaaaaber nicht ohne vorher noch die Nationalhymne zu singen, bzw. singen zu lassen. Mitgesungen hat glaub keiner, aber es sind alle aufgestanden und haben mehr oder weniger erfurchtsvoll gelauscht (sorry für den Bilddreher am Anfang):

Nach einer Showeinlage (YouTube-Video), von denen es immer mal wieder welche gab, war der Ball endlich freigeben. Wobei mich der Start doch etwas verwirrt hat, da alles recht unspektakulär aussah. Überhaupt hatte das Spiel zu Beginn eher den Touch eines freundlichen Ball Hin-und-Her-Schmeißens. Aber immer mal wieder gab es ein paar Action-geladene Szenen, bei denen dann plötzlich alle wieder wach wurden. Besonders in den letzten Sekunden eines Quarters gings immer richtig ab.
Ein Quarter in der NBA dauert übrigens 12 Minuten, das Spiel (theoretisch) also exakt 48 Minuten, da aber Timeouts genommen werden können, die das Spiel dann für eine bestimmte Zeit unterbrechen, zieht es sich doch etwas länger hin. Bei uns hat das ganze ca. 2,5h gedauert, wobei natürlich zu den Timeouts auch noch die normalen Pausen dazu kommen.

Was die Pausen aber recht erträglich werden lässt, sind - neben den Showeinlagen - die Gewinnspiele. Hier hat man z.B. die Möglichkeit einen signierten Basketball, ein Saisonticket, die Chance auf einen 3-m Wurf, ein Essen mit oben erwähnten Damen und vieles andere zu ergattern. Dabei werden entweder einzelne Plätze oder ganze Reihen aufgelistet. Auch wir - in Section 219, Row 8 - gehörten zu den glücklichen Gewinnern und durften uns nach dem Spiel eine Freikarte fürs Ice-Skating abholen. Im Prinzip Schlittschuhlaufen, nur klingts besser.

Richtig cool wurde es, als gegen Mitte des zweiten Quartes die Sixers plötzlich davon gezogen sind und teilweise sogar mit 11 Punkten geführt haben. Selbst in die Halbzeit konnten sie sich noch einen Vorsprung von 8 Punkten sichern. Leider lief es danach nicht mehr ganz so rund und die Celtics kamen wieder ran bis es letztendlich - 18,1 Sekunden vor Spielende - 98:99 für die Celtics stand. Nach einem taktischen Foul und einem weiteren Punkt für das Team aus Boston, waren die Sixers dann zwar in Ballbesitz, konnten aber dummerweise keinen Treffer mehr landen und verloren 98:100 in einem wirklich spannenden Spiel!

Ich hätte es ja nicht gedacht, aber es war wirklich ne coole Sache und für nen Dienstagabend die perfekte Unterhaltung. In den nächsten Wochen stehen dann noch Baseball und Football auf dem Programm. Mal sehen was die so zu bieten haben ...

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SGP Foto-Modell jetzt bei RTL2?


Dank Anja, einer überaus aufmerksamen und treuen Leserin meines Blogs, ist möglicherweise eine bisher unentdeckte Sensation ans Tageslicht befördert worden. Die "hübsche Müncherin" (Zitat RTL2), welche Nebenbei als Fotomodell jobt, moderiert auf dem renomierten Privatsender RTL2 die Sendung "Zuhause im Glück".

Ähnlichkeiten mit den offiziellen SGP-Programmfotos sind nicht zu leugnen und legen eine steile Karriere der studierten Innenarchitektin nahe. Sehr Lobenswert zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass die zukünftige Moderatorin "mit ihrer Arbeit Denkanstöße geben [will], die den Menschen helfen sollen."
Daher wünsche ich an dieser Stelle, ob es sich nun um die selbe Person handelt oder nicht, Frau Natalie Nguyen viel Erfolg für die Zukunft und jede Menge Glück im trauten Heim!


Fotos: RTL2, Siemens