Dienstag, 30. Juni 2009

Transformers

Action non stop


Ich weiß nicht, ob es nur in meiner Erinnerung so ist (ich schreibe den Beitrag ca. eine Woche nachdem ich den Film gesehen habe) oder den Tatsachen entspricht, aber dieser Film ist einer der geilsten und abgefahrensten Actionfilme, die ich je gesehen habe. Wirklich! Nach einer ca. 3 Minuten andauerenden Einleitung ging es bis zum Ende einfach nur ab.Natürlich ist die Story eher unwichtig, wobei ich sie für einen Actionfilm auch echt gut fand. Highlight waren aber definitiv die Transformers und deren Kapmfszenen. Die waren sowas von abgefahren, dass ich jetzt noch ein Kribbeln verspüre. Wirklich unglaublich was animationstechnisch inzwischen machbar ist.

Wenn ich die Gelegenheit habe und er kommende Woche noch im IMAX läuft, dann werde ich ihn mir definitiv nochmal anschaun und möglicherweise wird dies auch mein erster BlueRay-Titel. Wert wäre er mir auf jeden Fall.
Also, zieht ihn euch rein. Wenn ihr nen ähnlichen Geschmack habt, werdet ihr wirklich super unterhalten werden. Dafür garantiere ich!

Montag, 29. Juni 2009

size DOES matter!!!

55 Inch rocken


Wer sagt, dass die Größe unwichtig wäre, der hat entweder selbst nen ganz kleinen oder schlichtweg keine Ahnung ... von Fernsehern! Heute war es endlich soweit und ich habe mit nem Arbeitskollegen und seinem Pickup Truck meinen 55'' Fernseher abgeholt. Ohne Dan währe die Sache unmöglich gewesen, da das rießen Ding niemals in mein Auto gepasst hätte.
Warten musste ich deshalb so lange darauf, da ich ihn von einem SGP-Kollegen, der nun wieder zurück nach Deutschland geht, übernommen habe. Er hat ihn vor nem halben Jahr für gerade mal 250$ auf eBay erstanden und mir nun für 200$ überlassen.

Der Grund für den niedrigen Preis dieses Monsters mit 140cm Bildschirmdiagonale ist, dass er diverse blaue Artefakte über den ganzen Bildschirm verteilt hat. Aber nachdem ich eine Stunde Wii gezockt habe, fallen sie mir so gut wie nicht mehr auf und hey ... für 200$ stört mich sowas nun wirklich nicht. Außerdem bin ich ja nur noch fünf Monate da.

Jetzt habe ich bei Mario-Kart echt das Gefühl direkt im Kart zu sitzen - von der Größe her würde ich auch locker rein passen. Und selbst wenn wir zu viert spielen ist ein Viertel des Bildschirms immer noch größer als mein Fernseher daheim ... irgendwie deprimierend. Dafür hab ich nun was, auf was ich sparen kann und angenehmerweise werden die Dinger ja auch immer günstiger.

Ferngesehen habe ich im Übrigen noch kaum, da ich noch keine Zeit hatte mich durch die 250 Kanäle durchzuwühlen und die ausfindig zu machen auf denen nicht ganz so großer Schrott kommt. Bei all den HomeShopping Kanälen echt schwierig. Allerdings glaube ich auch nicht, dass ich all zu viel Zeit ans Fernsehen verschwenden werde, da es einfach keinen Spaß macht. Im Gegensatz zu uns - wo ca. alle 20-30 Minuten Werbung kommt - läuft sie hier alle 5-10 Minuten. Zwar ist sie kürzer, aber das nervt schon tierisch.

Dann doch lieber übers Internet oder halt zum Wii spielen mit Freunden - ist ohnehin viel lustiger! :)

Sonntag, 28. Juni 2009

Bene und die Playboyhäschen

Endlich kann ich euch davon berichten! Nachdem ich ein paar Wochen sehnlichst darauf gewartet habe, ist sie nun draußen: Die aktuelle Folge der Playboy-Serie "Bunnies@Home".
Die Vorgeschichte ist an sich schnell erzählt. Als ich neulich wieder in NewYork war, hab ich zwei Mädels kennen gelernt und wir waren uns auch recht schnell sympatisch. Das Wochenende war schon sehr lustig (Details gebe ich hier natürlich nicht preis) und ich hatte auch nichts dagegen, dass sie ein kleines Video in oben genannter Serie veröffentlichen. Bin ja auch irgendwie stolz drauf.

Wie gesagt, Folge 6 ist inzwischen draußen und die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Freitag, 26. Juni 2009

Der ruhigste Freitagabend meines Lebens

oder doch Geburtstagsparty?!?


Eigentlich war ja für heute Abend eine große Feier geplant, da zwei Interns und ich zum Anlass unserer Geburtstage eingeladen hatten. Darum fuhren wir drei auch am Nachmittag noch ein paar Dinge einkaufen, die man für eine grandiose Beach-Party eben so braucht: Orangen, Limetten, Cola, Säfte, Fackeln, Blumenketten und andere, nicht weiter wichtige Dinge. Eigentlich sollte es um 9 Uhr dann auch schon losgehen, nur leider, leider blieb es total beschaulich.Wir spielten lediglich ein paar Spiele, hauptsächlich sportlicher Natur: Eine besondere Art von Pong, Geschicklichkeitsspiele oder Handstände auf nicht ganz ebenen Unterflächen. Zwischendrin unterhielten wir uns über dies und das, lachten und manchmal wurde sogar getanzt. Alles zwar ganz nett, aber jetzt net soooo spektakulär.

Naja, auf nem Friedhof wäre wahrscheinlich mehr los gewesen ... ;-)

Donnerstag, 25. Juni 2009

Das Wasser muss fließen ...

... und das tut es auch wieder!


Alle, die bis jetzt den Atem angehalten haben, ob ich entweder elendig verdurstet bin oder nur betrunken durch die Gegend wanke, weil ich kein wirklich trinkbares Wasser mehr daheim hatte (Details siehe hier), sind inzwischen wohl leider erstickt. Niemand ist in der Lage für so lange Zeit ohne Luft auszukommen, dann doch eher ohne Wasser.
Wie auch immer. Glücklicherweise habe ich heute daran gedacht mich wieder entsprechend auszurüsten und bin nun stolzer Besitzer 20 Liter klaren Quellwassers. Wuhuuu! :)

Mittwoch, 24. Juni 2009

Verdursten leicht gemacht

OK, ich gebe es zu, der Titel ist eigentlich eher ein Eye-Catcher. Dennoch geht es um ein Thema was einem spätestens beim ersten duschen auf unangenehme Weise bewusst wird. Das Wasser hier in den USA ist - im Gegensatz zu dem bei uns in Deutschland - verchlort!!! Nicht, dass ich beim Duschen literweise Wasser trinke, aber duschen wird jeder, Leitungswasser trinken nicht ...

Wie auch immer, der Geschmack lässt definitiv zu wünschen übrig, aber das Chlor ist natürlich extrem wichtig, weil es die bösen, bösen Bakterien abtötet und deswegen freut sich jeder hier darüber. Und natürlich bleibt es nicht beim Leitungswasser! Da üblicherweise alle Limonaden in Restaurants mit Sirup und Leitungswasser gemacht weden, schmeckt auch die gute Cola nach ... richtig: Chlor!

Naja, inzwischen hab ich mich einigermaßen dran gewöhnt, aber Wasser so zu trinken ist mir nach wie vor zu heftig. Natürlich gibt es auch für dieses Problem eine Lösung: Ein tolles Filtergefäß. Da gehen ca. 1,5l Wasser rein und da sie vorher durch einen Filter laufen schmeckt es danach auch ganz in Ordnung. Um nicht ständig Plastikflaschen mit Wasser kaufen zu müssen, hab ich so immer eine Möglichkeit gehabt mir Wasser quasi "selbst" zu machen.

Leider hat der Filter nach nur 6 Wochen aufgegeben und das obwohl er eigentlich ca. 14 halten sollte, d.h. ich werde mir auch keinen neuen kaufen sondern auf 10l Kanister umsteigen. Da ich aber bisher immer vergessen hatte mir neues Wasser zu kaufen, hab ich so seit Tagen keines mehr daheim und bin ... und da kommt dann doch wieder der Titel ins Spiel ... kurz vorm verdursten.
Na gut, ein paar Sachen hab ich noch: Bier, Cola, Mountain Dew und Smirnoff. Damit komm ich noch ein paar weitere Tage durch! :)

Dienstag, 23. Juni 2009

Laser-Tag

Der etwas andere Workout


Vieles was ich bereits vor drei Jahren erlebt habe, muss ich nicht unbedingt nochmal machen, z.B. die Niagara-Fälle ein drittes Mal sehen oder ewig lange Städtetrips wo ich schonmal war. Auf eine Sache allerdings habe ich mich seit meiner Ankunft gefreut: Laser Tag!

Schon damals hat es super viel Spaß gemacht und ich konnte es bei zwei Gelegenheiten ausgiebig testen (02.05.2006 und 29.08.2006). Auch dieses Mal haben sich 10 weitere Mitstreiter gefunden, die mit mir gemeinsam durch ein Labyrinth in einer dunklen Halle irrten. Immer auf der Suche nach "dem Feind", um ihm entweder aus dem Hinterhalt zu überraschen oder mit zwei Teamkollegen einfach zu überrennen.

Für alle, die sich nicht mehr erinnern oder bisher noch gar nichts von diesem Sport gehört haben, hier eine kleine Einführung: Wie oben schon geschrieben treten zwei möglichst gleich große Teams in einer Arena gegeneinander an. Die Arena ist eine dunkle Halle mit diversen Hindernissen und manchmal auch mehreren Ebenen. Außerdem befinden sich an zwei gegenüberliegenden Seiten die zwei Basisstationen der zwei Teams.
Jeder Spieler trägt eine Art Weste auf deren Rücken-, Brust- und Schulterpartien Sensoren angebracht sind. Das gegnerische Team versucht nun diese Sensoren mit einer Laserpistole zu treffen. Diese Treffer werden registriert und geben Punkte. Insgesamt hat man 10 Hit Points (Lebenspunkte) und kann 60 Schüsse abfeuern. Sinkt einer dieser beiden Werte auf 0 muss man zurück zur Basis rennen und wieder aufladen.
Eine Runde geht ca. 10-12 Minuten und im Prinzip ist man in dieser Zeit ständig am Rennen ... wie man an den Bildern sieht kommt man dabei recht schnell und sehr stark ins Schwitzen!

Hier ist mal ein kurzes Video, bei dem man zumindest grob erahnen kann, wie das Ganze abläuft:

Alles in Allem macht es auf jeden Fall super viel Spaß und ist ein toller Workout, denn wer ist nach über einer halben Stunde sprinten nicht platt?!? Der nächste Termin steht auch schon fest, denn alle wollten es unbedingt wieder machen. Deshalb also, bis zum 11. August!!! Dann hoffentlich mit noch mehr Leuten und zwei gleich großen Teams. Dann kann sich auch wirklich keiner mehr rausreden!

Sonntag, 21. Juni 2009

White-Water Rafting

Pure Awesomeness


Schon seit mehreren Jahren wollte ich White-Water, bzw. Wildwasser Rafting mal ausprobieren und als wir uns vor drei Jahren bei meinem Praktikum hier zu einem Rafting-Trip anmeldeten dachte ich auch eigentlich, dass ich genau das erleben würde. Dummerweise war mir damals nicht bewusst, dass Rafting auch einfach nur Schlauchboot paddeln heißen kann und so war die damalige Flußabfahrt recht unspektakulär. Ganz im Gegensatz zu diesem Mal.

Da der Trip jedoch am Sonntag gegen Mittag startete und 5h von Malvern entfernt war (in Ohiopyle, PA), machten wir uns schon am Samstag auf den Weg und verbrachten den Abend davor in suchten ein im Reiseführer empfohlenes Restaurant auf, das allerdings auch nicht gerade günstig war. Nach Pittsburgh. Zunächst waren wir natürlich erstmal hungrig und langem hin und her überlegen und da ich seit ich hier angekommen bin noch nicht so richtig Steak essen war, beschloss ich mir heute mal eines zu gönnen. Es hat sich in der Tat gelohnt! Das Fleisch war absolut saftig, die Blue-Cheese-Kruste verband sich ideal mit dem in Bordeaux angebraten Filet-Mignon, das Fleisch war zart und perfekt medium ... oh ja, SO muss ein Steak schmecken. Da fielen mir am Ende auch die $50 recht leicht.

Im Restaurant wurden wir auch kräftig beraten, wo wir noch unbedingt hinmüssten. Die Vorschläge nahmen wir dankbar an und machten uns - nach einem Abstecher zu einer gemütlichen Anlage mit Bänken in Form von Dinosaurier-Augen (im stilisierten Sinn) - auf zu einer Aussichtsplatform. Von dort aus konnten wir eine tolle Aussicht über die inzwischen hell erleuchtete Stadt genießen.
Danach ging es dann noch weiter zu Carson Street, einer Partymeile sondersgleichen. Hier finden sich zahllose Bars, Restaurants und Clubs und entsprechend lebendig ist auch das Nachtleben. Da wir aber fitt für den morgigen Tag sein wollten beschlossen wir, uns das Treiben eher als Beobachten anzusehen. Dennoch ließen wir den Abend bei einem Bierchen in einer der kleineren Kneipen noch schön ausklingen.

Nach 6h Schlaf und einem kleinen Frühstück gings wieder auf die Straße in Richtung Rafting Station. Da es - im Gegensatz zu den letzten Wochen - nicht regnen sollte und auch ansonsten angenehm warm war, zogen wir uns lediglich unsere Badehosen an und verzichteten auf die Wet-Suits (OK, bis auf zwei unserer fünf Mädels :D).
Nach einer kurzen Fahrt mit den üblichen Witzen der Guides ("Na, für wen ist es das erste Mal?" ... "Keine Sorge, ich fahre schon länger Auto und meinen Führerschein krieg ich auch in 2 Monaten wieder"), bekamen wir erstmal eine kleine Einweisung auf was wir achten müssen, welche Kommandos es gibt (jeder hatte einen Guide im Boot), was wir tun sollen, wenn wir über Bord gehen, usw.

Dann ging es endlich los und der Spaß konnte beginnen!!! Durch die starken Regenfäll der letzten Tage war das Wasser zwar etwas schneller, dafür waren die meisten der etwas hässlicheren Steine unter Wasser. Im Prinzip kann man laut unserem Guide kaum sagen, ob es nun leichter oder schwerer durch den höheren Wasserstand ist. Manche Stellen gehen halt besser, andere dafür nicht mehr so leicht. Für den Einstieg war der Level 3-4 Flußlauf denke ich auf jeden Fall ganz gut, wobei wir schon gesagt haben, dass wir uns das nächste Mal nen Level 5 Tripp raussuchen werden (das ist die höchste Rafting Stufe).
Natürlich wurden wir alle gut nass, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, wenn man mit nem Schlauchboot über teilweise 1,5m hohe Wellen versucht drüber zu kommen. Gefährlich war diese Tour im Übrigen kaum. Wichtig ist halt, dass man immer schön weiterpaddelt und auf den Guide hört, sonst kann es sein, dass man sich in nem Strudel verfängt, das Boot umkippt oder man auf nen Felsen auffährt. Die meisten
Unfälle passieren wohl dann, wenn die Leute an Land gehen und auf den Felsen rumklettern ...

Ach ja, ist schon ne geile Sache gewesen durch die Wellen zu stoben, fast senkrecht nach oben katapultiert zu werden, das Wasser überall spritzen zu sehen und sich dabei immer weiter nach vorne zu kämpfen. Unnötig, aber leider unvermeidbar, waren da eigentlich nur die ruhigeren Zwischenstrecken wo man nur dahindriftet, aber halt kaum Action hat. Dafür entschädigen einen die schnelleren Parts ein paar Minuten später wieder für dieses Warten!

Für ein kleines Mittagessen war in Form eines Sandwiches, Obst und Cookies bei einem Landgang zwar gesorgt, allerdings war das nur ne Kleinigkeit für Zwischendurch. Nach so einer körperlichen Betätigung lechzte unser Magen förmlich nach fettem, ungesundem Essen. Angenehmerweise mussten wir auch nicht lange suchen, denn noch in Ohiopyle fuhren wir plötzlich an einem kleinen Restaurant vorbei, wo uns herrlich duftende Grillwolken entgegenkamen. Da konnten wir gar nicht anders als sofort umzudrehen und wie man an meinem glücklichen Grinsen sehen kann, hats sehr geschmeckt. In der Tat waren der Salat, die Chicken Wings und der Maiskolben köstlichst und sehr zu empfehlen.

Die Heimfahrt verlief dann wieder recht unspektakulär. Während meine drei Mitfahrer erstmal vor sich hin dösten - kein Wunder nach der Rafting-Tour und dem üppigen Mahl - bin ich die 5h durchgefahren. Wach gehalten nicht nur durch das kleine 5h-Energie-Drink-Helferlein, sondern auch durch die verschiedensten Musikstile und das tolle Wetter.

Fazit: Ein grandioser Tripp und ein super Erlebnis, das ich unbedingt wiederholen möchte. Außerdem zeigt sich erneut, dass solche Ausflüge das Leben wirklich aufwerten und jede Menge Spaß machen. Kein Grund das nicht auch in Deutschland ab und an mal zu machen ... ich freue mich auch jetzt schon auf Interessensbekundungen von willigen Begleitern!

Die Gallerie mit weiteren Fotos findet ihr wie immer rechts oder direkt über diesen Link.

Samstag, 20. Juni 2009

Amerika - das Land der geilsten Internetseiten

OnlineTV leicht gemacht


In manchen Dingen ist Amerika halt einfach besser und die folgende Sache gehört definitiv zu den Dingen von denen ich jetzt schon weiß, dass ich sie in Deutschland sehr vermissen werde. Natürlich meine ich mit "geilste Internetseiten" nicht etwas diese schmudelligen Angebote, sondern OnlineTV!

Ich bin ja bekennender Fan von amerikanischen Serien: Smallville, Desperate Housewives, Stargate, Raumschiff Enterprise, How I Met Your Mother, usw.
Das erste was mich am deutschen Fernsehen schon nervt, ist dass es auf deutsch ist. Klingt jetzt evtl. leicht dämlich, aber gerade bei Serien wie "How I Met Your Mother" ist die deutsche Übersetzung einfach nur erbärmlich. Viele Witze gehen total unter und die Stimmen sind manchmal doch recht unglücklich gewählt. Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum Fernsehen in Deutschland nicht generell im Zwei-Kanalton ausgestrahlt wird, technisch wäre das überhaupt kein Problem!
Außerdem regt mich auf, dass manche Serien entweder gar nicht gezeigt werden, weil der europäische Markt eben doch ein anderer ist oder irgendwann eingestellt werden und vor allem erst teilweise über ein halbes Jahr später gezeigt werden.

Da lobe ich mir wirklich die amerikanischen Fernsehanstalten, die inzwischen fast alles auch online zur Verfügung stellen. So kann man bequem und wann immer man möchte auf die entsprechende Website gehen und sich die aktuellen Folgen seiner Lieblingsserien anschaun. Sei es hulu.com, cwtv.com, abc.go.com, cbs.com oder wie sie sonst noch alle heißen.

Dummerweise sind genau diese Seiten in Deutschland auf Grund von Schwierigkeiten mit meinen Freunden im deutschen Rechtswesen (an dieser Stelle ganz liebe Grüße an Becci :D) gesperrt. Zumindest ist spätestens das Streaming nicht mehr möglich. Ach, was könnte ich ausflippen. Natürlich gibt es Mittel und Wege das zu umgehen, die jedes Kind einrichten könnte, aber das ist nicht der Punkt. Hier mal auch ein kleiner Hinweis auf die nicht sehr sinnvolle STOP-Kampagne, die kaum echten Nutzen bringt, weil sie dermaßen einfach auszuhebeln ist und so Sicherheit nur vorgaukelt. Aber das ist ein anderes Thema. Zurück zu den Serien!

Tja, es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis diese Angebote (die amerikanischen Serien) wirklich für alle und ohne Umwege verfügbar sind. Bis dahin genieße ich aber weiterhin meine Freiheiten im Land der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten und vor allem meine tollen amerikanischen Serien ... von denen die meisten leider Sommerpause haben. Dem kann ich mich auch hier nicht entziehen.

Mittwoch, 17. Juni 2009

GeoCaching - Schatzsuche auf cool

Die etwas andere Freizeitbeschäftigung


Lange habe ich es versprochen, jetzt löse ich dieses Versprechen endlich ein und berichte von einem Hobby, welchem ich dank meinem Freund Jürgen seit November 2008 sehr zugetan bin: dem GeoCachen (Geo = Erde, Cache = Schatz).

Sicherlich hat jeder von uns - zumindest einmal in seinem Leben - eine Schnitzeljagd mitgemacht. Ein Gruppe von mehreren Leuten folgt Hinweisen, die von einer anderen Gruppe hinterlassen werden, um letzten Endes zu einem Zielpunkt zu gelangen. GeoCachen ist im Prinzip genau das, nur eben cooler.

Nachdem Anfang des Jahrtausends das vom US Militär entwickelte GPS (Global Positioning System) Signal auch für Privatpersonen freigegeben wurde, entstand recht schnell ein gewisser Sport, Dinge an Orten zu verstecken und die Koordinaten dieses Ortes im Internet zu veröffentlichen. So dass andere Menschen mit Hilfe eines GPS-Empfängers diese Dose - oder was auch immer versteckt war - finden konnten.

Inzwischen gibt es eine unüberschaubare Fülle an Webseiten und Foren rund um das Thema GeoCaching, tausende Menschen auf der ganzen Welt, die durch die Gegend laufen, immer auf der Suche nach Schätzen und neben den Gehe-zu-Koordinate-X-Y-Caches (den Traditionals) auch viele verschiedene, weitere Cache-Arten. So enthalten Multi-Caches mehrere Stationen, die vor dem Final gefunden werden müssen, stellen Mystery-Caches unterschiedlich schwere Herausforderungen in Form von Rätseln/Puzzels/Knobelaufgaben/... oder bringen Event-Caches teilweise hunderte Gleichgesinnter zusammen.

Ablaufen tut das ganze in der Regel so: Fahren Becci und ich z.B. in irgendeine Stadt (das letzte Mal war es New York), dann schauen wir uns vorher auf http://www.geocaching.com an, welche Caches denn in dieser Gegend so versteckt sind. Auf dem Bild seht ihr z.B. Erlangen. Jedes Icon steht dabei für einen Cache und glaubt mir, ihr wärt überrascht wo ihr schon überall vorbei gelaufen seid ohne zu wissen, dass ganz in der Nähe eine Dose versteckt ist, die mit ein paar netten Gegenständen und einem Logbuch nur darauf wartet gefunden zu werden.
Wenn wir dann unterwegs sind und gerade Zeit und Lust haben, schalten wir unser GPS-Gerät an und suchen - je nach Cache-Art - direkt an den angegebenen Koordinaten oder folgenden den Anweisungen an den verschiedenen Stationen. Die finale Dose kann dabei unterschiedlich groß sein, angefangen von fingernagelgroß bis hin zur 5l-Tupper-Dose. Dabei ist immer ein Logbuch drin, in dem wir uns dann eintragen - a la "we where here". Später wird das dann auch noch auf oben genannter Website vermerkt, mit einem Grunß/Dankeschön/Hinweis an denjenigen, der den Cache gelegt hat und alle sind glücklich! :) Als Belohnung gibt es in den größeren Behältern auch noch Dinge wie Anhänger, Figuren und auch viel Scheiß. Natürlich nimmt man sich nicht nur etwas raus, sondern lässt auch etwas anderes für die nächsten Schatzsucher zurück.

Dabei gibt es auch besondere Gegenstände (genannt Trackables, also Nachverfolgbare) in Form von Travel Bugs und GeoCoins. Diese Gegenstände können auf geocaching.com registriert werden und jedes Mal, wenn jmd. den Trackable aus einem Cache nimmt und in einem anderen wieder reinlegt, meldet er das. So bereisen Gegenstände teilweise die ganze Welt.
Auch ich habe einen Travel Bug in Umlauf gebracht, den ihr euch hier anschaun könnt. Allerdings ist er noch nicht sehr weit gekommen, aber das wird schon noch!

Caches legen kann übrigens jeder. So haben Becci und ich gemeinsam einen Cache in Herrieden gelegt: Harrys Lieblingsrunde. Schaut einfach mal drauf, dann seht ihr wie das aussehen kann.

Besonders spannend wird es dann bei meiner favorisierten Cache-Art: den Nacht-Caches. Hier stapft man dann mit Taschenlampen, UV-Lampen, Laserpointern und weiterer Ausrüstung nachts durch den Wald, folgt Reflektoren und hofft, dass die wilden Bestien der deutschen Wälder mehr Angst vor einem selbst haben, als man vor ihnen.
Auch super genial sind so genannte Lost-Places, also Orte an denen früher irgendwas war. Das können - ganz simpel - alte Milchhäuser sein oder aber auch ein Schiefersteinbruch wo im zweiten Weltkrieg Turbinen für V2-Raketen getestet wurden und nun die verwitterten Gebäude stehen.

GeoCachen heißt aber nicht nur in der Gegend rumzulaufen, sondern eben auch Orte zu entdecken, an die man so nicht gekommen wäre oder Städtetouren zu machen, die nicht in jedem Reiseführer stehen, sondern von Einheimischen entworfen wurden, etwas über die Vergangenheit von Orten und Leuten zu erfahren und natürlich etwas Aktives zu unternehmen.

Für alle, die jetzt sagen "Hey, das klingt ja wirklich gar nicht so uninteressant", denen kann ich nur empfehlen es einfach mal auszuprobieren. Ich stehe sehr gerne und jederzeit als Caching-Partner zur Verfügung und wer weiß, vielleicht kommt der ein oder andere Mann ja dann doch mal öfters mit seiner Freundin "spazieren", wenn es mit Spiel, Spaß, Spannung und auch noch toller Technik verbunden ist. :)