Freitag, 29. Mai 2009

Becci in da Toooooooown

Endlich, nach gefühlten 7 Monaten, 15 Tagen, 8 Stunden und 46 Minuten - tatsächlich waren es 56 Tage, 5 Stunden und 53 Minuten (oder so ähnlich) - durfte ich Becci wieder in meinen Armen halten! So lange Trennungen sind echt doof und aus irgendeinem Grund haben wir uns das jetzt schon zum zweiten Mal angetan. Um so größer war dann aber natürlich meine Freude, als sie gesund und so munter wie man nach einem 10h Flug nur sein kann, auf mich zu kam ...

Nach ein paar kleinen Verfahrern auf dem Heimweg, die natürlich absolut beabsichtigt waren, da ich Becci die idyllische Gegend zeigen wollte, und einem kurzen Abstecher in meine Wohnung, gings dann gleich Mal zum Burger-Restaurant meines Vertrauens: Ruby Tuesday. Allein beim Gedanken an dieses saftige Fleisch in köstlicher BBQ-Soße mit knusprig fritierten Zwiebelringen und knackigem Speck läuft mir schon wieder das Wasser im Munde zusammen.

Im Folgenden werde ich übrigens immer den Tag dazu schreiben, da der Artikel etwas länger werden dürfte und ihr so besser Übersicht behalten könnt.

Freitag - 29.05.
Am Freitag musste ich zwar Arbeiten, aber zum Mittagessen ging es gemeinsam mit Becci und drei Interns zum Così, lecker Salat essen. Auf dem Heimweg informierte sich Becci bei den zwei anwesenden Mädels auch gleich über die umliegenden Shoppingmöglichkeiten, was mich natürlich auch ganz, ganz dolle freute. :) So konnte ich es kaum erwarten, mich am Samstag auf den Weg zu machen. Das Ziel: Exton, TJ Maxx.

Samstag - 30.05.
Ich muss zugeben, der Laden, bzw. diese Kette ist schon echt grandios und sogar ich fand recht schnell Spaß daran die Kleiderständer nach Schnäppchen zu durchstöbern. OK ... hab ich das jetzt echt gesagt?!? Fast schon unheimlich.
Die Angebote dort sind aber auch zu gut und damit ihr eine grobe Vorstellung davon bekommt: Ein Polo-Shirt, dass in Deutschland ca. 120€ kosten würde, gibt es hier in Outlet-Stores für ca. 50$, bei TJ Maxx für 15$!!! Natürlich gibt es nicht alles, man muss halt einfach rumschaun. Aber nach ca. zwei Stunden war ich um ein paar DKNY T-Shirts, ne Tommy Hilfiger Hose und noch zwei Kleinigkeiten reicher und gerade mal 86$ ärmer ... na, neidisch?!? :D
Becci fand das zwar nicht so lustig, da sie für weniger eingekauft hatte und deshalb nochmal als Tipp an alle Männer da draußen: "Frauen finden es ganz toll, wenn ihr mit ihnen shoppen geht (natürlich ohne quängeln, gelangweilt schaun, auf die Uhr kucken, doofe Kommentare abgeben, nicht bezahlen wollen, usw.) - aber findet niemals mehr Sachen als sie!!!" ;)
Nach zwei weiteren Läden genossen wir das tolle Wetter noch bei einer Runde geocachen - was mich erneut daran erinnert, dass ich es noch immer nicht geschrieben habe was es damit auf sich hat. Ganz kurz gesagt ist es "Schatzsuche mit GPS-Gerät im Stil einer Schnitzeljagd und am Ende findet man eine Tupper-Dose". Klingt jetzt natürlich total bescheuert und mag es auch durchaus manchmal sein, aber wichtig ist, dass es uns beiden Spaß macht und es ne super Freizeitbeschäftigung ist.

Sonntag - 31.05.
Nach einer Nacht voller süßer Träume von günstigen Klamotten, beschlossen wir am Sonntag uns eeeeendlich mal Philadelphia anzuschaun. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zwar so ziemlich überall war ... nur eben nicht in der am nähesten gelegenen Stadt. In den ganzen sechs Monaten meines Praktikums vor drei Jahren hat sich die Gelegenheit einfach nie ergeben. Wie auch immer, dem wollten wir nun endlich Abhilfe schaffen und machten uns bei schönem Wetter auf, auch dieses Fleckchen etwas zu erkunden.
Leider war es mehr oder weniger ein Reinfall. Ich schiebe es jetzt mal darauf, dass wir uns höchstwahrscheinlich zu schlecht vorbereitet hatten, aber auch sonst hatten wir kein so richtiges Glück. Für die Parkuhren hatten wir zu wenige Quarters, was uns nur gut 30 Minuten für ein paar Fotos am Art Museum und der Rocky Statue gab. Dann wollten wir ne Kleinigkeit essen und sind ca. 45 Minuten auf der Suche nach nem dämlichen Fast-Food-Place umhergeirrt. Sonst gibts die ja echt an jeder Ecke, warum nicht hier?!? Nachdem wir irgendwann so pissed waren, Hunger und Durst hatten, Stellen von Phili gesehen hatten, die wir lieber wieder vergessen würden, wollten wir nur noch raus.
Wie gesagt, ich schiebe es auf unsere schlechte Vorbereitung und werde versuchen in einer größeren Gruppe, mit Leuten die nen Plan haben, einen erneuten Versuch zu starten, denn ich bin mir sicher, dass er es wert ist. Dieser erste Eindruck war aber eher enttäuschend gewesen.

Montag bis Mittwoch - 01.06. bis 03.06.
Durch mein neues Projekt war ich leider besonders stark mit Arbeit eingedeckt, so dass ich immer erst recht spät nach Hause kam. Damit Becci aber nicht den ganzen Tag allein, am Pool, mit einer erfrischenden Cola und nem guten Buch verbringen muss, habe ich sie immer brav zum Mittagessen entführt. Mal mit Kollegen aus meiner Abteilung zum China Grill, mal alleine. Nachmittags durfte sie dann sogar shoppen gehen. :) Die Abende verbrachten wir dann entweder gemütlich daheim oder machten lecker BBQ bei Freunden.

Donnerstag - 04.06.
Da es aber doof ist, nur auf der Arbeit rumzusitzen, habe ich mir den Donnerstag und Freitag spontan frei genommen. Leider wohl etwas zu spontan, da das Wetter nicht ganz mitbekommen hat, dass wir eigentlich Sonnenschein bestellt hatten.
Naja, glücklicherweise kann man auch bei Regen ein paar Dinge machen ... genau, shoppen zum Beispiel. Da auch ich schon länger mal in den Philadelph Premium Outlet fahren wollte, machten wir uns am frühen Mittag auf, ein paar weitere Läden unsicher zu machen.
Auch hier waren die Preise einfach nur zum lieb haben - zwar nicht ganz so extrem wie bei TJ Maxx - aber noch Welten unterhalb denen in Deutschland. Fazit: Die Anzahl der Einkaufstaschen vergrößerte sich von Minute zu Minute und dieses Mal beherzigte ich auch meinen eigenen Rat und ließ Becci den Vortritt (nicht, dass es heißt ich würde noch Shopping-Geil werden).
Sehr zufrieden beendeten wir damit unsere Shoppingtouren für die Zeit dieses Besuchs, die in der Tat sehr erfolgreich und Dank des heraufgesetzen Zoll-Freibetrags von 430€ sogar legal waren.

Freitag - 05.06.
Da das Wetter auch am Freitag leider immer noch nichts anders tat außer zu regnen, versuchten wir erst gar nicht raus zu gehn. Außerdem ist so ein gemütlicher und fauler Tag zwischendurch auch mal erlaubt und durchaus wichtig!
So nutzten wir die Zeit, um unsere Karrieren zu planen, ein paar Häuser auszusuchen, zwischen den verschiedensten Einrichtungsgegenständen auszuwählen, tausende Muster für Sitzbezüge, Tappeten oder Fliesen zu begutachten und uns auch sonst alle Wünsche zu erfüllen. Wie, und das alles an einem Tag?!? Klar, ist ganz einfach mit dem neuesten Spiel aus der Sims-Reihe: Sims 3. Ein Spiel für jung und alt, Frau und Mann, Beccis und Benes. :P
Zwischendurch planten wir dann noch unser Wochenende, schließlich stand ja mein Geburtstag an und New York musste unbedingt noch sein!!!

Samstag - 06.06.
Zwar waren wir schon ein paar Mal in New York gewesen, aber noch gibt es einiges was wir noch nicht entdeckt haben. Wenn ich von New York rede, dann meine ich übrigens (leider) eher Manhattan, in die anderen Stadtteile haben wir uns bisher noch nicht vorgewagt.
Nachdem wir unser Gepäck im Hostel abgestellt hatten, fuhren wir in den Süden, um erstmal eine kleine Runde zu laufen und nichts ist besser, als dem planlosen Umherlaufen entgegenzuwirken, als ein paar - richtig - GeoCaches! So entdeckten wir super schöne Parks, an denen wir nie vorbeigekommen wären oder liefen von Pier 17 an der Westseite Manhattans nach Norden, was ich jedem nur empfehlen kann, da die Promenade direkt am Hudson River entlang führt und wirklich super schön aufgemacht ist.
So verbrachten wir einen tollen Tag, nur wurden wir von dem ganzen Herumlaufen doch sehr hungrig. Da wir in der Nacht noch auf eine etwas teurere Roof-Top-Bar (eine Bar auf dem Dach eines Hochhauses) gehen wollten, beschlossen wir nicht groß essen zu gehen. Ein Salat bei Cosi sollte reichen. Ja, die gibts auch in New York, allerdings ist es eine sau dämliche Idee am Wochenende im Financial District danach zu suchen. Wir haben ich weiß nicht mehr wie viele Leute gefragt, keiner wusste wo einer war und als wir dann endlich einen gefunden hatten, war er natürlich zu, weil Wochenende war. So wie fast jeder andere Ort der Essen anbot auch geschlossen hatte. Naja, am Ground Zero haben wir uns dann halt wieder bei dem üblichen Verdächtigen (Big M) was reingezogen. Blöd gelaufen.
Dafür ging es danach - ebenfalls das erste Mal für uns - zur Brooklyn Bridge. Inzwischen war es Nacht geworden und so konnten wir die Skyline Manhattans im Glanz der Lichter bewundern. Besondere Vorsicht ist übrigens vor den Fahrradfahrern dort geboten!!! Die vielleicht 4m breite Fußgängerbrücke ist zur Hälfte auch Fahrradweg, woran sich natürlich kaum einer hält und es schon leicht unverantwortlich ist mit gut 40 Sachen da entlang zu brettern. Und das noch bei Nacht und ohne Licht. Aber gute Bilder sind (fast) jede Gefahr wert ... :D
Wie geplant wollten wir den Abend dann in einer Roof-Top-Bar, dem "230 fifth", wo ich auch schon mit Nina und ihrer Freundin war, ausklingen lassen. Das erste Problem: Ich war mir nicht mehr ganz sicher auf welcher Höhe die Bar war. Fifth Avenue ist klar, aber wo ist die Nummer 230??? So stiegen wir mal bei der 42nd Street aus der U-Bahn und entdeckten die Hausnummer 550. Da wir als tolle Deutsche solche kleinen Entfernungen natürlich laufen, ist logisch. Allerdings sind 16 Blocks doch schon recht lange, vor allem nach so einem Tag. Gegen 23 Uhr kamen wir dann an der 26th Street an, nur um zu sehen - und das war das zweite Problem - dass heute Motto-Abend war. Mit dem für uns etwas ungünstigen Titel: "Dressed Up - not dressed down!" Als wir die andern Jungs und Mädels sahen, probierten wir erst gar nicht rein zu kommen, sondern beschlossen direkt zum Hostel zu fahren, schließlich wollten wir am nächsten Morgen ja auch wieder früh raus.
Nach einem weiteren, strammen Fußmarsch konnten wir so auf ca. 20 zurückgelegte Kilometer zurückschauen und uns beiden war klar, dass der morgige Tag entspannter werden würde!
Lustigerweise hatten wir in unserem Hostel auch die Möglichkeit aufs Dach zu gehen, wo ein paar Sofas rumstanden und so machten wir es uns eben dort gemütlich, gaben an Stelle von 40$ (für zwei Bier und ne Portion Chicken Wings) nur 1$ aus (für eine Dose Sprite) und ließen so meinen Geburtstag in aller Ruhe ausklingen.

Sonntag - 07.06.
Eine weitere Tour, die ich schon seit längerem mal machen wollte, führte uns auf Liberty Island und Ellis Island. Die Insel auf der die Freiheitsstatue steht und die Insel auf der früher die ganzen Immigranten ankamen. Hat schon was auf diesen geschichtsträchtigen Orten umherzuwandern, die Bilder von damals zu sehen, bzw. sich vorzustellen wie viele Millionen Menschen voller Hoffnung dieses Symbol schon erblickt haben, als sie die neue Welt erreichten.
Zum Mittagessen konnten wir glücklicherweise doch noch den Salat genießen, den wir schon seit so langer Zeit ersehnt hatten und vor allem das Steinofenbrot, das einfach unschlagbar ist. Così sollte echt auch in Deutschland Filialen aufmachen ... ich wäre Stammkunde!
Danach trafen wir uns in einer Bar im Künstlerviertel Soho mit Richard, dem Mann meiner Cousine, der geschäftlich in New York war. War ein lustiges Revival, denn vor drei Jahren - als Becci und ich das erste Mal hier waren - haben wir uns auch schon mit ihm getroffen.
Gemeinsam verbrachten wir dann noch ein paar Stunden, genossen das herrliche Wetter, die Atmosphäre, einfach alles was diese Stadt so zu bieten hat. Nur mit Laufen hielten wir uns etwas zurück, davon hatten wir am Tag zuvor wirklich genug. Netterweise fuhr uns Richard dann noch zu unserem Auto, das außerhalb, in Jersey City parkte. So sparten wir uns das U-Bahngefahre, merkten aber auch, dass New York nicht wirklich die angenehmste Stadt zum Autofahren ist. :)
Nach einem Telefonanruf von einem weiteren Geburtstagskind (einem Intern), beschlossen wir den Abend bei einem BBQ in netter Runde ausklingen zu lassen. So ging auch dieses Wochenende rund um meinen 29. Geburtstag irgendwann zu Ende.
Mehr Bilder vom New York Wochenende gibts übrigens hier in der Gallerie!

Montag bis Mittwoch - 08.06. bis 10.06.
Wir haben geshoppt, wir haben Sight-Seeing gemacht, wir hatten BBQs, RoadTrips und viele andere lustige Dinge. Die letzten drei Tage haben wir deshalb etwas ruhiger angehen lassen und für uns genutzt ...
... bis es dann am Mittwoch doch wieder Abschied nehmen hieß, der mir dieses Mal besonders schwer gefallen ist. Aber auf unsere gemeinsame Zukunft, wenn ich wieder zurück bin, freue ich mich natürlich um so mehr und dann ist es vorerst auch erst Mal vorbei mit meinen Auslandsaufenthalten.

So ganz alleine ist halt doch alles irgendwie doof!!!

Donnerstag, 28. Mai 2009

Der Berg ruft!

Ja - und ich höre ihn laut und deutlich und doch kann ich ihn nicht erreichen. Es ist schon bitter hier in Amerika zu sein, während in Erlangen die fünfte und geilse Jahreszeit angebrochen ist. Klar, hier gibt es auch ein paar Dinge bei denen ich Spaß haben kann, aber schließlich reden wir hier vom Berg!!!

Heute um Punkt 17 Uhr war Anstich und damit der Startschuss für 12 Tage Feierstimmung pur mit Bands, Kesseln, tollen Leuten, Bier und jeder Menge guter Stimmung. Wie vor drei Jahren kann ich leider auch dieses Mal nicht dabei sein, aber in Gedanken bin ich bei euch in Erlangen ... trinkt ne Maß für mich mit!


Foto: der-Berg-ruft.de

Mittwoch, 27. Mai 2009

It's Pool-Time

Das lange Warten hat ein Ende, die Trockenzeit ist vorbei, die langweiligen und trüben Nachmittage sind Geschichte: Heute war das offizielle Pool-Eröffnungs-BBQ in den Korman Communities. Mit lecker Burgern, Hot Dogs, Salaten, Brownies, Cockies, und - leider nur zu diesem Event erlaubt - Alkohol.

Tja, so sind die Poolregeln: Maximal fünf Gäste darf ich mitbringen und Alkohol ist nicht einer davon ... wobei, im Sommer braucht man viel Wasser und so ein bisschen Whodka-Sprite fällt bestimmt nicht auf! :) Außerdem braucht man ja nicht ständig was hochprozentiges, Hauptsache der Spaß kommt nicht zu kurz. Dafür ist bei dieser Anlage allerdings gesorgt!!!

Sonntag, 24. Mai 2009

t - 4

Während ich mich gerade mit drei Jungs in Chicago aufhalte, schweifen meine Gedanken doch des Öfteren ab ... denn in 4 Tagen ist es endlich soweit und Becci wird hier in Philli ankommen!!!
Bis dahin sollte, dann auch das Wetter wieder passen, so dass wir nach 3 Jahren wieder gemeinsam die USA unsicher machen können! :)

Samstag, 23. Mai 2009

Memorial Day Weekend in Chicago

Road Trip zur Windy City


Nachdem ich mir schon ca. vier mal während ich hier bin anhören durfte "Wie du arbeitest heute, also wir haben frei, heute ist nämlich <irgendeinen Feiertag einfügen>", stand hier in Amerika endlich auch mal einer an: Der Memorial Day. Wie schon angekündigt haben wir uns entschlossen das verlängerte Wochenende für einen Road Trip nach Chicago zu nutzen. Mit von der Party für diese 12h Fahrt und ein paar vielversprechende Tage in der Windy City waren neben mir noch André, Chris und Michael.

Freitag Nacht gegen 22 Uhr ging es also los. Erster Stop "Tankstelle" - zum Energie-Drinks kaufen ...
Eines mal gleich vorneweg: Als nicht Kaffee-Trinker und damit Koffein-Ungewohnter ziehen die 5-Hour-Engery-Shots wirklich ganz schön rein. Meinen hab ich am Heimweg getrunken und auch gleich die ganze Palette an Nebenwirkungen wie gerötete und warme Haut (durch den erhöhten Blutfluss), sowie leichtes Zittern gespürt. Irgendwie lustig! ;) Ach ja, laut Homepage sind die 8333% der Tagesdosis an Vitamin B12 und 2000% an Vitamin B6 absout ungefährlich und die Menge an Koffein soll ca. einer Tasse starkem Kaffee entsprechen. Also bitte alles ganz harmlos!!!

Natürlich gab es trotzdem diverse Pausen, die zum einen Dank unserer beiden Raucher, aber auch auf Grund unserer Blasen forsiert wurden. Außerdem reich so eine Tankfüllung ja auch nur 450 Meilen (724 km)

In Chicago angekommen suchten wir erstmal die Tiefgarage, was gar nich so trivial war, denn innerhalb der Stadt verlaufen zumindest im zentralen Teil die Straßen teilweise auf zwei bis drei Ebenen, wodurch wir uns doch etwas verfuhren.
Das Hotelzimmer war dann aber ziemlich gut und hatte alles was wir brauchten: zwei große Betten, ein Bad und kostenloses W-LAN. Gut, es war noch mehr vorhanden, aber der Rest ist nur unnötiger Schnick-Schnack.
Falls aber mal jemand nach Chicago gehen sollte, dann würde ich ihm empfehlen eher einen Platz Nähe "W Addison St" oder "W Fullerton Ave" empfehlen. Zumindest wenn man weg gehen und danach Heim laufen möchte ist da deutlich mehr geboten als im südlichen Teil.

Nach so einer langen Fahrt waren wir vor allem eines: hungrig. An Hand unseres Top-10-Reiseführers (unter anderem auch Top-10-Restaurants), beschlossen in die Pizzaria Uno zu gehen, welche die typische Chicagoer DipDish Pizza in Perfektion anbietet. Über den Link seht ihr übrigens genau die Pizza die auch ich hatte und die durchaus köstlich war.
Gestärkt, aber doch etwas erledigt von der Fahrt und den beginnenden Verdauungsprozessen, beschlossen wir uns die Stadt mal von oben anzuschaun und liefen zum Sears-Tower, der mit seinen 527,3m (wenn man die Antenne mitrechnet) immerhin das aktuell viert-höchste Gebäude der Welt ist. Leider war die oberste Plattform wegen Umbauarbeiten gesperrt, so konnten wir die Aussicht halt nur vom 100. Stock aus bewundern. Für die $15 war ich dann allerdings doch etwas enttäuscht, vielleicht auch deshalb, weil ich New York ähnliche Zustände erwartet hatte. Trotzdem bot sich ein toller Rund-Um-Blick.
Im Anschluss ging es weiter zum Grant Park, den wir nicht nur wegen des "Eine schrecklich nette Familie"-Brunnens, sondern auch wegen der vielen Möglichkeiten zum Entspannen aufsuchen wollten. Von hier aus konnten wir auch super die Skyline sehen, die zwar (sorry, dass ich wieder vergleiche) für meinen Geschmack nicht die hübscheste ist, aber dennoch tolle Bilder liefert. Besonders genial an dem Park, bzw. auch den anschließenden Freiflächen waren die archetektonischen Highlights, wie die "Bohne" (offiziell Cloud Gate) oder auch das direkt daneben liegende Theater: der Jay Pritzker Pavilion.

Am Abend stürzten wir uns dann ins Nachtleben und fuhren mit dem Taxi zu einer Club-Bar die - wie hier coolerweise recht viele Locations - überwiegend Electronik-Musik spielen. Sehr zu Chris' und meiner Freude. Endlich mal kein R&B, Rap, HipHop Gedöns, sondern guter Bass! :) Natürlich immer wieder durchzogen mit ein paar rockigeren Sachen, die aber auch sehr gut waren.
Nach einigen Stunden Party ging es dann gegen halb vier (da machte der Club zu) erstmal weiter zum nahegelegenen Pizza-Place. So eine Stärkung ist doch immer wieder willkommen. Da die Nacht noch jung war, machten wir uns daraufhin auf zwei Freunde von Chris zu treffen, die in einer Jazz-Kneipe auf uns warteten. So bekamen wir auch noch etwas kulturellere Musik mit.
Gegen fünf, halb sechs schauten wir uns noch die Wohnung besagter Freunde an. Allerdings nicht zu lange, denn wir wollten ja nicht den kompletten Sonntag verschlafen. Na gut, 8 Uhr ist es dann doch geworden bis wir ins Hotel zurück kamen, aber ich würde sagen, wir haben das Chicagoer Nacht- und Partyleben gut kennengelernt.

Tja, der Tag war ja eigentlich schon voll im Gange, aber für uns hieß es erstmal ausschlafen...
Zum "Frühstück" ging es dann zu einem super Griechen in Greek-Town. Nicht nur das Essen war sehr lecker, auch der Service war überragend. Hab noch nie nen Kellner so oft mein Wasserglas auffüllen sehen, mehr als ein Drittel hab ich eigentlich nie geschafft zu trinken. Und nach dem Hauptgang ist sogar einer mit so nem Schaberteil über die Tischdecke gefahren um die Brösel zu entfernen, sehr cool!

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann damit, uns die restlichen Sights, die wir noch sehen wollten, anzuschaun. Hauptsächlich den Navy-Pier, von dessen einstigem Nutzen nicht mehr viel zu erkennen ist. Heute ist er eher Erholungsgebiet. Und was macht man hier in Amerika, wenn man sich erholen will? Richtig: Essen! Genau darauf haben sich deshalb auch 80% der Gebäude spezialisiert. Der Rest sind dann ein paar Schiffstourticketschalter und ein kleiner Vergnügungspark.

Da am nächsten Tag ja schon wieder die Heimreise anstand und wir außerdem Samstag-Abend schon ausgiebig gefeiert hatten, genossen wir den Sonntag-Abend dann im Theater. Eine recht nette Abwechslung zu den sonstigen Aktivitäten hier ... ;)

Zusammenfassend war es wirklich ein super cooles Männer-Wochenende und den Road-Trip, sowie die Zeit in Chicago mit den drei andern Jungs hab ich echt genossen und wir alle hatten jede Menge Spaß. Die Stadt an sich fand ich ganz nett, aber sie hat mich nicht wirklich umgehaun. Glaub dafür hab ich sie in der kurzen Zeit entweder nicht gut genug kennen lernen können oder sie ist einfach nicht so meins.

Egal, das Wochenende war spitze und jede Minute hat sich gelohnt!!!


Mehr Bilder findet ihr übrigens in der Gallerie, die auch auf der rechten Seite verlinkt ist.

Donnerstag, 21. Mai 2009

Volley the Ball

Ein neues wöchentliches Event ist dabei anzulaufen: Beachvolleyball am Donnerstag. Nachdem der Mittwoch mit dem Pokertournier im Kildare's belegt ist und Donnertag vor der privaten Pokerrunde und Party im Barnaby's noch Zeit ist, wird bei gutem Wetter ab sofort meinem liebsten Mannschaftssport überhaupt gefröhnt.

Am Rande von West Chester gibt es dafür auch den idealen Platz im West Goshen Community Park auf dem sich neben Baseball-, Tennis- oder Fußballfeldern, eben auch zwei Beachvolleyballfelder mit echt gutem Sand befinden. Das Wetter war auch herrlich und so konnte ich nach zich Jahren endlich mal wieder schön Volleyball zocken und angenehmerweise hat es auch noch ganz gut geklappt.

Danach war ich total aufgedreht, wie es eben so ist, wenn man sich sportlich betätigt, und hab deshalb im Anschluss den Abend noch schön beim Pokern und Feiern ausklingen lassen. Leider ist für die nächsten Wochen immer mal wieder Regen gemeldet, d.h. es wird wohl eher nix werden, aber da dann ja auch Becci da sein wird, hab ich ohnehin bessere Alternativen! ;)

Oh, beim Bilder durchkucken hab ich grad noch eine Sache gesehen, die ich eigentlich schon erfolgreich verdrängt hatte: Für ca. 20 Minuten stand direkt vor dem Feld ein Eiswagen - was ja an sich noch nichts schlimmes ist - aber während der kompletten Zeit lief dieses absolut Nerven aufreibende Gedudel, was nicht nur bei mir leicht aggresive Gefühle hervorbrachte. Als er dann endlich weg fuhr, haben wir alle aplaudiert, was ihn doch leicht verunsichert hat ... möge er nie wieder kommen!

Mittwoch, 20. Mai 2009

"Die Blinds bitte..."

der Weg zum Final Table


Vor ziemlich genau drei Jahren habe ich auch hier in Amerika die erste Bekanntschaft mit Texas hold'em Poker gemacht und immer wieder gerne gespielt. Auch hier bei den Interns gibt es ein kleines Grüppchen das sich jeden Donnerstag für ca. 2h zusammensetzt und ne Runde zockt. Natürlich hab ich mich da gleich angeschlossen und bin seitdem mit unterschiedlichem Erfolg aber immer viel Spaß dabei.

Auch wöchentlich, nur einen Tag vorher, findet im Kildaer's ein Pokertournier statt, gehostet von der WPT: World Poker Tour. Diesen Mittwoch hab ich auch endlich einmal Zeit gefunden mitzumachen. Das Schöne: Es kostet nichts und die drei Erstplatzierten stauben Preise ab, man kann also eigentlich nur gewinnen.

Gestartet sind dieses Mal 32 Leute, also 4 Tische, wobei jeder Mitspieler $10.000 in Chips erhält. Leider wollte es bei mir einfach nicht klappen. In den ersten 20 Runden sah ich genau zwei Bild-Karten und hatte auch ansonsten nur dämliche Kombinationen wie "2 und 8", "4 und 10", "5 und 7". Und das nicht mal suited ... echt ärgerlich. Dennoch hielt ich mich tapfer, spielte konservativ weiter und sah einen nach dem anderen rausfliegen oder eben Chips anhäufen.
Irgendwann wurden dann die Tische zusammengelegt, so dass ich mit nur noch $5.000 unter den letzten 24 war. Endlich bekam ich mal eine halbwegs gute Hand (9er Pärchen) und traf auf dem Flop die dritte 9. Angenehmerweise callten meine zwei Gegenspieler das All-In nach dem Flop, wodurch ich gut aufstocken konnte.

Nach weiterem Warten und schlechten Karten gelang mir Ähnliches nochmal und ehe ich mich versah, saß ich am Final Table mit ca. $40.000 an Chips und gerade mal drei gewonnenen Händen. Das Coole: Von den acht Finalisten waren drei deutsch, was bei drei deutschen Startern keine schlechte Quote ist. :)
Letzten Endes hat es für mich dann zum sechsten Platz gereicht - am Schluss hab ichs leider doch verzockt. Andre, der zweite Deutsche, wurde Vierter und Albi machte den ersten Platz.

Ist auf jeden Fall ne lustige Sache und mein erklärtes Ziel ist natürlich irgendwann mal ganz oben auf dem "Treppchen" zu stehen.


Foto: Wikipedia

Montag, 18. Mai 2009

Sonntag, 17. Mai 2009

What the heck are "rebates"?

"Keine Ahnung", hätte ich noch bis vor ein paar Wochen sagen müssen, aber inzwischen hab ich dieses tolle "Feature" kennen und lieben gelernt. Aber von Anfang an:
Auch hier habe ich schon ein paar Dinge bei Amazon gekauft, wie dieses schicke Garmin Oregon 400t GPS-Gerät zum GeoCachen - ich weiß, so langsam sollte ich mal alle Unwissenden aufklären, was es damit auf sich hat - oder einen Netzwerk-Switch.

Bei den angezeigten Preisen stand beim Switch dann z.B. etwas von "Kaufpreis $31,96 - Kaufpreis after Rebate $16,96". Nach etwas Nachlesen stellte sich heraus, dass mir die Herstellerfirma - in diesem Falle Netgear - nach dem Kauf des Geräts einen gewissen Betrag zukommen lässt. Ich musste dafür lediglich eine Kopie der Rechnung, sowie den Seriennummernaufkleber und ein Antragsformular zu Ihnen schicken und bekomme dafür tatsächlich $15!!! Bei einem Produkt, das nur etwas über das Doppelte kostet finde ich das schon erstaunlich und muss zugeben, dass ich der ganzen Sache nicht 100%ig getraut habe, bis dann diese nette Plastikkarte in meinem Briefkasten lag.

Jetzt freue ich noch auf die $50 von Garmin und bin schon am Überlegen was ich mir als nächstes kaufen könnte! Denn je mehr ich mir kaufe, desto mehr Geld krieg ich ... toll gell! :)

Freitag, 15. Mai 2009

Ruhiger Freitag Abend Hat-Trick

Back to the 80s


Es wird und wird nicht besser. Wie schon die letzten Wochenenden ist hier nach wie vor nichts los. Weiß auch nicht warum, aber die Intern-Community an die ich mich erinner, war da echt aktiver ... na gut, Scherz bei Seite, it's Paaaaarty-Time!!!
Das Gute an so vielen Leuten ist definitiv, dass es immer was zu Feiern gibt. Sei es Geburtstage (wie dieses Mal für drei unserer Interns), Abschiede (die hier leider sehr häuftig vorkommen, aber nun mal zum Leben dazu gehören) oder - falls die ersten beiden Gründe mal nicht herangezogen werden können - weil das Leben eben einfach gefeiert werden sollte und was spricht dagegen mit tollen und lustigen Leuten zusammenzukommen und Spaß zu haben?!?

Nach der 90er Party und der Cocktail Party, versetzten wir uns dieses Mal zurück in die 80er. Mit Schulterpolstern, Leggins und gar nicht mal so schlechter Musik.

Besonders gefreut habe ich mich über einen alten Bekannten: Glen, ein Ami den ich von meiner Zeit aus vergangenen Interntagen kenne. Er ist wirklich ein super netter Typ und toller Mensch. Wir haben dann auch gleich zusammen ein Team gebildet, um den anderen zu zeigen, wie man Beer Pong richtig spielt!

Ach ja, war wirklich ein super Freitagabend, der gegen fünf Uhr dann allerdings auch zu Ende ging als wir feststellten, dass irgendwie alle anderen schon gegangen waren. :)
Das wird es übrigens erstmal gewesen sein, mit den "ruhigen Freitagabenden". Kleiner Ausblick fürs kommende Wochenende: Montag, der 25.05., ist wegen des Memorial-Days frei und 3 Jungs und ich haben beschlossen die Tage in Chicago zu verbringen. Das heißt allerdings, das wir die komplette Nacht durchfahren werden. Aber ich bezweifle, dass das Wochenende nicht trotzdem die ein oder andere Story für uns bereit halten wird ...