Mittwoch, 30. September 2009

Mega-Serien

Es geht wieder los!




Sommerpausen sind ja gut für vieles, z.B. zum Wandern, Baden, Ausflüge machen, Grillen, usw. Definitiv nicht so gut, wenn es um kuscheliges Fernsehschaun geht, denn die meisten Serien starten Ende September.
Um so toller ist es, wenn es dann endlich wieder heißt: "New Season premiers at ABC 9 central" oder ähnlich.



Endlich sollte ich also erfahren wie es bei meinen Lieblingsserien How I Met Your Mother, Heroes, Smallville, Fringe und Desperate Housewives weiterging. Zudem starteten einige neue Serien, die ich zumindest mal antesten werde, wie FlashForward, Eastwick oder Vampire Diaries. Mit Sicherheit kucken werde ich die neue Stargate Serie Stargate Universe.
Alles in allem heißt das also ca. 9 Folgen pro Woche, macht eine Stunde am Tag - perfekt!



Noch genialer ist, dass ich sie schaun kann wann ich sie will und noch dazu fast werbefrei, da inzwischen so gut wie jeder Sender über eine eigene (ABC, CW) oder eine externe (Hulu) Mediaplattform die Serien in HD anbietet. Einfach traumhaft!

Ich weiß jetzt schon, dass ich das in Deutschland extrem vermissen werde. :(


Fotos: W i k i p e d i a

Dienstag, 29. September 2009

Schee woars!

12 Tage Besuch von Mama


Wow, schon ist die Besuchszeit vorbei und es heißt 'ab zum Flughafen und tschüss sagen' für meine Mum. Was haben wir alles gesehen: Washington D.C., Philadelphia, Amish People, New York, König der Löwen - um nur die Highlights zu nennen.

Daneben konnte Mama endlich mal einen richtigen Eindruck von diesem Land, das mich so fasziniert und ich so mag, gewinnen. Tatsächlich möchte sie wieder hier her kommen und es gibt ja schließlich auch noch so viel zu sehen. Das nächste Mal, dann aber bitte mit Papa, damit der auch mal das Vergnügen bekommt!!!

Für mich war es wirklich klasse Besuch zu bekommen und ich habe die knapp zwei Wochen sehr genossen. Leider musste ich ja durcharbeiten, aber ich denke wir haben einiges gesehen und die wichtigstens Sights mitgenommen. Alles weitere müsst ihr dann eben selbst entdecken, wenn ihr irgendwann zurück kommt.

Danke nochmal und schee woars!

Samstag, 26. September 2009

Afrika hautnah - raaaaarr

Lion King am Broadway


OK, hier kommt jetzt noch der verprochene Sonderartikel:
Am Times Square angekommen strahlte uns neben unzähligen anderen Reklamen auch ein übergroßes, gelbes Löwenbild entgegen, dem wir wie hypnotisiert folgten. Noch immer wussten wir nicht, wie teuer es werden würde und ob überhaupt Tickets frei wären.

Ein paar Minuten und wenige Meter später waren diese zwei Fragen dann beantwortet. Die heutige Vorstellung war ausverkauft und die günstigsten Tickets (ca. 80$) gabs erst wieder am Mittwoch. Was also tun? Für Sonntag was reservieren und 96$ oder gar 121$ ausgeben? Es doch nicht machen?
Letzteres kam für Mama überhaupt nicht in Frage (danke hier schonmal für deine Beharrlichkeit) und so entschlossen wir uns schließlich für Option 3: Warten und hoffen, dass Tickets zurückgegeben werden, die wir dann kaufen dürfen.

So standen wir da also für ca. 40 Minuten in unseren Touriklamotten, schauten zu wie nach und nach immer mehr Leute von herausgeputzt bis zu Jeans und T-Shirt ins Theater strömten, bis es endlich hieß ... "Zwei Tickets wurden frei, Sie dürfen!". An der Kasse staunte ich dann nicht schlecht, als man mich schmunzelnd fragte, ob 7. Reihe Mitte OK wäre!?! :)
Wir konnten unser Glück nicht fassen. Solch gute Plätze hatten wir beide noch nie gehabt und hätten wir wohl auch nicht bekommen, außer evtl. wenn wir schon vor nem Dreivierteljahr reserviert hätten.

Kurz darauf ging auch schon die Show los und was für ein Auftakt das war. Mit afrikanischem Gesang hieß Rafiki (siehe Bild) die Tiere der Steppe willkommen, die von allen Seiten aus dem Zuschauerraum auf die Bühne tanzten, um dann allen das neugeborene Löwenjunge Simba zu präsentieren. Gänsehaut von der ersten Sekunde an.

So ging es Schlag auf Schlag weiter. Bei beeindruckender Kulisse und grandiosen Kostümen, die durch eine perfekte Beleuchtung untermalt wurden, waren wir gefesselt und begeistert. Hierbei zahlten sich nicht nur unsere Plätze aus, sondern auch die Stimmung des Publikums, die so in einem deutschen Musical wohl eher selten anzutreffen ist.

Nach Starlight Express (++), Tanz der Vampire (+), Phantom der Oper (o) und Grease (+) habe ich nun mit dem König der Löwen (+++) ein weiteres Musical gesehen, das mich wirklich beeindruckt hat und ich jedem empfehlen kann! [In Klammern meine persönliche Bewertung. Skala: +++ ++ + o - --]

So kam ich dank Mama zu meinem zweiten Musical am Broadway, wie schön wäre es im November den Hattrick mit Becci perfekt zu machen. Mich reizt es ja schon ziemlich lange Wicked zu sehen!!! Wie wärs? :)


Foto: Wikipedia, Wikipedia

Freitag, 25. September 2009

Das Finale für meine Mum

Nach Washington D.C., Philadelphia, Amish People, Restaurantbesuchen und anderen Kleinigkeiten wartete am zweiten Besuchswochenende meiner Mum nun das große Finale auf uns: New York!
Das Hostel hatte ich glücklicherweise schon vor ein paar Wochen gebucht, so brauchten wir uns um diesen Teil keine Gedanken mehr machen. Das Auto stellten wir wie immer am Parkplatz einer Schule in Jersey City in der Nähe einer Path-Station ab. Deutlich günstiger als die 20-35$ pro Tag in New York zu bezahlen und noch dazu ist man um einiges schneller im Big Apple.

Freitag
Da wir kurz vor Sonnenuntergang in Manhattan eintrafen, machten wir gleich noch einen Abstecher zur Brooklyn Bridge, die des Nächtens einen besonderen Blick wert ist. Für Mama, die das erste Mal in New York war, schon ein entsprechendes Erlebnis die hell erleuchteten Hochhäuser und Straßen zu sehen.
Nach diesem ersten Eindruck holten wir uns noch ein paar Bier und machten es uns im Hostel "Central Park Studios at Lexington Ave. Co." gemütlich. Ein zwar kleines, aber mit Kühlschrank, Fernseher und Klimaanlage ausgestattetes, sauberes Zimmer. Nichts besonderes, aber eine ganz gute Wahl.

Samstag
Nachdem wir in der Stadt, die niemals schläft, doch noch ein paar Stunden die Augen zugemacht hatten, machten wir uns auf den Weg nach Downtown. Zunächst jedoch gab es ein üppiges Frühstück in einem kleinen Laden gleich um die Ecke: Rührei mit Jalapeños, Toast, Spiegelei und Bratkartoffel. Sehr lecker und angenehm günstig für New Yorker Verhältnisse.
So, nun aber strebten wir unser Ziel - den Süden Manhattans - an. Hier wollten wir einen wieder einmal super sonnigen Tag verbringen. Leider täuschte uns das Wetter etwas, denn durch den Wind war es überraschend kühl. Gut, dass wir Pullis mitgenommen hatten. Weniger gut, dass wir sie auf unserem Zimmer gelassen hatten.

Egal, es war aushaltbar und die Sehenswürdigkeiten lenkten uns gut ab. Wir verliesen die U-Bahn dort wo wir am Abend zuvor eingestiegen waren: der Brooklyn-Bridge. Dieses Mal machten wir uns jedoch in Richtung City Hall auf und liefen dann weiter nach Süden zur Wall Street und seinem berühmten Bullen.

Ein paar obligatorische Fotos später erreichten wir die nächste Station: Den Ticketschalter zur Liberty Island/Ellis Island Tour. Es ist im Übrigen ratsam so früh wie möglich hier zu sein. Dadurch vermeidet ihr langes Anstehen und habt auch noch die Möglichkeit ein kostenloses Ticket zum Besteigen der Freitheitsstatue zu ergattern.
Die 12$ teure Rundfahrt kann ich nicht nur jedem empfehlen, besonders ans Herz legen würde ich allen auch die Audio-Tour mitzumachen (nur weitere 8$). Ich empfand sie als wirklich super Ergänzung und besonders die Kommentare verschiedenster Menschen, vermischt mit historischen Fakten machten die Geschichte so lebendig, dass ich nicht nur einmal mit Gänsehaut den Erzählungen lauschte (falls ihr des Englischen mächtig seid, hört sie euch im O-Ton an!).

Amerika ist nicht von ungefähr ein Land, das durch seine Symbole lebt. Neben den vielen Flaggen, der Liberty Bell in Philadelphia, sahen wir nun auch endlich die Freiheitsstatue. Ein weiteres Wahrzeichen für Freiheit, Pioniergeist und Hoffnung nicht nur der Amerikaner, sondern vieler Menschen weltweit.
Auf Ellis Island ging die Reise in die Vergangenheit dann weiter. Durch mehrere Räume hindurch führte uns die Audiotour, entlang den Pier 17 Spuren der Einwanderer, die hier einst ankamen und Einlass in ein neues Leben suchten.

Zurück an Land kamen dann aber so langsam grundlegendere Bedürfnisse durch. So fiel uns die Wahl unseres nächsten Ziels nicht schwer: Little Italy. Da aber mit einem tollen Blick auf die Brooklyn-Bridge quasi auf dem Weg lag, nahmen wir den halt auch noch mit. Ebenso wie Chinatown. Ist ja ohnehin alles irgendwie auf einem Haufen! :P

Während eines leckeren, italienischem Nachmittagsessens machte sich bei Mama dann auch so langsam der Wunsch nach einem Broadway-Musical breit. Und während wir durch die Straßen von SoHo schlenderten festigte sich dieser Entschluss.
So hieß es gegen halb sieben nicht aussteigen am Hostel, sondern am Times Square. Auch deswegen nicht unbedingt die schlechteste Wahl, da ihn so immerhin auch noch bei Nacht zu Gesicht bekamen, wodurch die Flut an Reklametafeln gleich nochmal ganz anders wirkt.

Aber zurück zum Musical. Als totaler Afrikafan war die Wahl für meine Mum schonmal ziemlich einfach. Keine Frage, dass es der König der Löwen werden sollte! Da die Show aber so grandios war, möchte ich ihr einen eigenen Artikel widmen, der so schnell wie möglich hier verlinkt sein wird.

[Kleiner Sprung ein paar Stunden nach vorne] Immer noch absolut mitgerissen und mit verschiedenen Klängen im Ohr und tollen Farben in unseren Gedanken, ging der Samstag mit einem echten Highlight zu Ende. Noch am Morgen hätte wohl keiner von uns beiden daran gedacht, dass wir das erleben würden. Ein wirklich geniales, vorgezogenens Weihnachtsgeschenk!

Sonntag
Schon als wir am Abend zuvor das Theater verliesen regnete es leicht und leider sah es auch am Sonntag nicht nach dem Wetter aus, bei dem man sich in den Central Park legt und ein paar Stunden faulenzt.
Dummerweise wäre genau das unser Plan gewesen. Sighseeingmäßig hatten wir aber schon die wichtigsten Dinge gesehen, wodurch wir nicht wirklich eingeschränkt waren. Außerdem war unser Hostel in Laufreichweite von allen möglichen Museen, die ja bekannterweise gerade bei Regen besonders zu empfehlen sind.

Den Central Park wollte ich meiner Mum aber dennoch nicht vorenthalten und dank Regenjacken störten uns die paar Tropfen auch nicht wirklich.
Noch weniger beeindruckt waren auch die paar hundert Jogger, die uns entgegen kamen und wohl eine Art Wettkampflauf hinter sich hatten. Die New Yorker sind halt hart im Nehmen!

Wir schauten da lieber, dass wir so schnell wie möglich ins Guggenheim Museum kamen, wo eine Wassily Kandinsky zu besichtigen war.
Mit Kunst ist das ja immer so eine Sache, eine sehr subjektive Sache wohlgemerkt. Mit den frühen Bilder von Kandinsky konnte ich ehrlich gesagt wenig anfangen, wenngleich ich es immer wieder faszinierend finde, wenn jmd. durch ein paar farbige Pinselstriche an den richtigen Stellen einen Menschen, eine Szenerie oder was auch immer darstellen kann. Wobei ich mir das auch bei Comiczeichnern denke ... ja, ich habe gerade irgendwie Kandinsky mit Comiczeichnern verglichen. Nennt mich einen Kunstbanausen. Auch die Audiokommentare (dieses Mal kostenlos, aber nur in Englisch verfügbar) ließen mich doch das ein oder andere Mal an meiner Wahrnehmungskraft zweifeln.
Deutlich ansprechender fand ich da schon Kandinskys spätere Werke, die abstraker, teilweise sogar nur aus geometrischen Formen bestanden und nicht immer etwas darstellen wollten, sondern manchmal auch einfach nur existierten um gut auszusehen.

Deswegen hat mich wohl auch in 2006 die Ausstellung von Zaha Hadid, die ich damals mit Becci bewundern durfte, so angesprochen. Formen, Geometrie, Gebäude gefallen mir (in der Kunst) wohl deutlich besser als Menschen.

Leider regnete es nach diesem Ausflug in die Welt der Kunst immer noch. Auf ein weiteres Museum oder Shopping hatten wir keine Lust und so beschlossen wir uns eben etwas früher auf den Nachhauseweg zu machen. Es hätte ja auch ohnehin nicht mehr besser werden können.

In Gedanken an die vielen Erlebnisse, Geschichten und Klänge der letzten Tage beschlossen wir so auch dieses prall gefüllte Wochenende!


Hier gehts ab zur Gallerie!



Fotos: Wikipedia, Wikipedia, Wikipedia

Donnerstag, 24. September 2009

137m Buffet

Amish Day in Lancester


Natürlich schreibe ich meinen Gästen nicht vor wo sie überall hinmüssen oder schleife sie zu Orten, die sie gar nicht sehen wollen. Auf speziellen Wunsch schoben wir heute Nachmittag deshalb einen Ausflug ins Amish-Country ein.

Nicht weit von Malvern entfernt (ca. ne Dreiviertelstunde) befindet sich eine der Hauptregionen der heutigen Amish-Bevölkerung, die Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts von Jakob Ammann gegründet wurde. Auch heute noch leben die Amish sehr einfach und ohne elektrischen Strom. Allerdings nicht, weil sie Technologie verteufeln, sondern vielmehr, weil sie unabhängig und abgegrenzt bleiben wollen. Sie verwenden durchaus Gaskocher, Waschmaschienen, Öfen oder sonstige Gerätschaften - alle mit Gas betrieben. Auch haben sie fließend Wasser.

Weitere Infos findet ihr auf diversen Seiten, angefangen beim Amish-Wikipedia. Ist auf jeden Fall spannend sich mit dieser Lebensweise zu beschäftigen, auch wenn sie definitv nichts für mich wäre. Im Übrigen sprechen die Amish eine auf Deutsch basierende Sprache. Die Verständigung wäre so zumindest für uns etwas einfacher.

Nach einer Tour durch ein Amish "Demo-Dorf" ging es zu dem größten Buffet, das ich je gesehen habe: Dem Shady Maple - Smorgasbord. Ein Familienbetrieb der irgendwann vor 1970 als kleiner Stand unter schattenspendenden Ahornbäumen (Shady Maple Trees) begann und sich im Laufe der Zeit zu einem riesigen Markt mit Restaurant ausgeweitet hat.

Das Essen dort ist nicht nur extrem köstlich, vielfältig, frisch, hochwertig, sondern auch noch günstig. Für gerade mal 16$ (aktuell ca. 11€) bekommt man dort alles was das Herz begehrt: Salate, Vorspeisen, Steaks, Seafood, Spareribs, Nudeln, Reis, Brote, Kuchen, Schokobrunnen, Früchte, Deserts, Filets, Trinken ... ach, einfach alles! Trinkgeld ist bereits im Preis mit drin!!!

Es ist wirklich der Hammer. Nach gerade mal 45 Minuten war ich schon total voll, obwohl ich den ganzen Tag über nichts gegessen und meinen Magen nur mit Wasser geweitet hatte - ich war also vorbereitet! Nach weiteren 30 Minuten war ich so kurz vom Platzen, dass ich endgültig gezwungen war aufzuhören ... ich hatte gerade mal zwei Drittel probieren können, wenn überhaupt.

Die anschließende Runde in dem Einkaufsbereich im unteren Stockwerk war dann eher keine gute Idee, da mir jeder Schritt schwer viel. Aber was hätte ich machen sollen, es war einfach zu gut!!!
Das nächste Mal lass ich einfach alles unnötige Grünzeug und die Beilagen weg und konzentriere mich allein auf die wichtigen Dinge! :)

Dienstag, 22. September 2009

Professional Fotoshooting

Darf ich vorstellen: Albi, professioneller Hobbifotograf (geht das???) und Internkollege hier in Malvern. Jedesmal wenn ihr richtig gute Bilder von Parties oder anderen Events seht, dann ist die Wahrscheinlichtkeit sehr groß, dass sie von ihm geschossen wurden.
Ein paar Exemplare wären z.B. hier, hier, hier oder hier zu finden.

Da professionelle, business Fotos im Normalfall recht teuer sind, kam mir ein Angebot, das Albi uns machte, gerade recht. So bot er uns an Aufnahmen von uns zu machen und diese sogar noch zu bearbeiten. Da ich schon länger Bilder für diveres Plattformen wie XING, LinkedIn, Siemens-Portale und andere Gelegenheiten benötigte, kam ich heute auf Albis Angebot zurück und machte mit ihm "ein paar" Bilder (glaub es waren letzten Endes über 200).

Nach einigem Aussortieren blieben 7 übrig - zwei davon seht ihr hier. Vielen, vielen Dank nochmal Albi! Ich würde dich jederzeit empfehlen! :)

Sonntag, 20. September 2009

Philly - auf ein Neues

Was lange währt wird endlich gut!


Keine 6 Stunden später hieß es nach einer tollen Party dann aber auch schon wieder 'raus aus den Federn und fertig machen!'. Nach zwei eher missglückten Versuchen die nahegelegendste Großstadt zu erkunden, wagte ich es heute mit meiner Mum und so machten wir uns auf nach Philadelphia.

Mit einem kleinen Unterschied: Dieses Mal hatte ich mich mehr als gut vorbereitet. Mit diversen Maps, einem klaren Rundgang, dem Wissen über die wichtigsten Sightseeingstellen und meinem GPS für die GeoCaching-Geheimtips bewaffnet musste es einfach klappen. Das Wetter war, wie schon in D.C. einfach traumhaft und fast schon unverschämt gut, was sollte also schief gehen?!?

Nun gut, die Parkplatzsuche wurde schonmal die erste Challenge. Natürlich hatte ich auch daran gedacht nur machte mir der ING Philadelphia Distance Run 2009 einen kleinen Strich durch die Rechnung, da etliche Straßen rund um das Art Museum gesperrt waren. Warum sollte es mir Philly auch heute einfacher machen, war ja klar.

Irgendwann und viiiiiieeeele Nebenstraßen später waren wir dann aber doch auf dem heiß ersehnten und vor allem kostenlosten Parkplatz angekommen! Der erste Cache wartete gleich in der Nähe und wurde natürlich gleich mitgenommen.

Doch schon wartete die nächste "Überraschung" auf Phillys Grund und Boden auf mich, denn von einem Moment auf den anderen fing meine Digitalkamera an total zu spinnen. Schon seit ein paar Wochen wurde immer mal wieder das Datum resettet, was schon nervig genug war. Jetzt war es sogar soweit, dass sie sich gar nichts mehr merkte, überhaupt nichts mehr. Und um noch eins oben drauf zu setzen spackte der Zoom auch noch rum.
Tja, das Display konnte ich noch reparieren, aber so langsam muss ich mich wohl doch nach ner neuen Cam umschaun ...
Egal, das Wetter war wie schon gesagt super toll, also kein Grund sich die Stimmung vermießen zu lassen und so begannen wir unsere Tour am Art Museum, der Rocky-Statue und den Rocky-Steps, liefen den Benjamin Franklin Parkway mit seinen Länderflaggen Richtung City Hall, vorbei an Swann Fountain und Love Park. Weiter ging es auf der Market Street an deren Ende uns die Independence Hall (hier wurden 1776 die Unabhängigkeitserklärung und 1787 die Verfassung unterzeichnet) und die Liberty Bell erwarteten. Tickets für eine Tour in erstere gibts übrigens umsonst im Independence Hall Visitor Center gleich um die Ecke. Zwischendurch liefen wir noch zu Penn's Landing, um einen Blick auf die Benjamin Franklin Bridge zu erhaschen, sowie einen weiteren Cache mitzunehmen. Über die Jewelers' Row und schließlich wieder und schließlich wieder dem Benjamin Franklin Parkway gelanten wir nach einem voll gepackten Tag zurück zum Auto.

Wer hätte gedacht, dass Philadelphia doch was zu bieten hat! :) OK, das war mir zwar schon klar, aber dennoch hats drei Anläufe gebraucht, bis ich mal nicht vom Pech verfolgt war.
Philly wird zwar nach wie vor nicht eine meiner Lieblingsstädte hier werden, ist aber definitiv in meiner Achtung gestiegen und evtl. gibts ja mit Becci sogar nochmal ne vierte Runde! ;)


Weitere Eindrück findet ihr wie immer in meiner Picasa-Gallery.

Foto: Wikipedia

Samstag, 19. September 2009

Blacklight is back

... ja, seit ca. 8 Uhr auf den Beinen, den ganzen Tag in Washington D.C. rumgelaufen, ein köstliches Dinner gehabt, das ein schöner Abschluss gewesen wäre, aber die Nacht ist ja auch noch da! Und was wäre es für eine Verschwendung gewesen jetzt schon ins Bett zu kriechen. Noch dazu, wenn wieder ein paar Inters zu einer letzten, großen Feier eingeladen hatten.

So machte ich mich gegen 22.30 Uhr auf den Weg zur üblichen Party-Location, der Wilson Ave. Ausgerüstet mit einem weißen Shirt, denn das Motto hieß "White-Shirt-Glowstick-Black-Light-Party" - oder so ähnlich.
Sinn des Ganzen war auf jeden Fall, dass sich jeder schön mit Neonstiften sein weißes T-Shirt voll malt, bzw. vollmalen lässt. Wobei letztere die definitiv lustigere Variante ist und zur Entstehung überaus interessanter Kreationen beiträgt. :)

Um die Farben noch sichtbarer zu machen, wurde der Partyraum komplett mit Schwarzlicht eingedeckt und die perfekte Location war geboren.

Gegen vier Uhr und etliche grandiose Stunden später machte ich mich dann aber schon wieder auf den Heimweg, schließlich stand heute wieder Sightseeing auf dem Programm.
Man, man, man, was für ein Stress ... I LOVE IT! :P

Hauptsache Hauptstadt

Donnerstag angekommen, am Freitag ein bisschen in der näheren Umgebung herumgefahren und Eindrücke aufgesaugt, hieß es am Samstag dann endlich: "Auf die Highways und ab nach Washington D.C."!
Bei grandiosem Wetter war Hauptziel Nr. 1 des elterlichen Besuchs die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika und damit dem Sitz der Macht überhaupt.

Das tolle an D.C. ist, dass es super für Sightseeingtouren geeignet ist. Etliche günstige Parkplätze und ein klar definierter Bereich, wo sich alle wichtigen Gebäude, Gedenkstätten und Museen in Laufreichweite befinden: Das Weiße Haus, das Vietnam Veterans Memorial, das Lincoln Memorial, das Korean War Veterans Memorial, der recht bekannte Reflecting Pool, das National World War II Memorial, das Washington Monument, das National Museum of American History, das National Air and Space Museum, der United States Botanic Garden und zu guter Letzt das Capitol.

Natürlich gibt es noch weitaus mehr Dinge zu sehen, noch mehr Museen - die übrigens alle kostenlos sind - zu besuchen, Parks zu entdecken, Plätze zum Kräfte sammeln, und und und. Ist eben alles größer hier! :)


Obige Liste dürfte aber so ziemlich den wichtigsten Anlaufpunkten entsprechen, die wir außerdem auch alle besucht haben. Zwischendurch gabs immer mal wieder kleine Abstecher zu etwas versteckteren Plätzen, die wir dank etlicher GeoCaches überhaupt erst entdeckt haben und ansonsten übersehen hätten. Außerdem konnte ich diese Map aufzeichen, die vielleicht dem ein oder anderen D.C. Besucher als kleiner Guide dienen wird.

Es steht wirklich außer Frage, dass D.C. eine außergewöhnliche amerikanische Stadt ist. So viel Geschichte, Denkmäler, Patriotismus, Stolz, Trauer, Hoffnung sah und spürte ich selten und auch Mama war wirklich beeindruckt.

Nach einem Tag voller Eindrücke ging es wieder zurück nach Malvern, wo wir beschlossen den Tag bei Ruby Tuesday abzurunden, nicht zuletzt weil Mama endlich mal einen echten, grandiosen, amerikanischen Burger kosten wollte und da kann ich jedem wirklich dieses Restaurant ans Herz legen. Genauer gesagt meinen absoluten Lieblingsburger hier in den USA: den Smokehouse-Burger, der übrigens 1144 Kalorien hat - wie ich grade herausgefunden habe. Gut, dass wir unser Mal noch mit einem Double Chocolate Cake abgerundet haben! :) Nochmal 1140 Kalorien, die wir uns aber geteilt haben.
Naja, ab und zu darf man sich ja auch mal was gönnen, außerdem sind wir ja den ganzen Tag ewig viel rumgelaufen.

Für Mama hieß es danach ab ins Bett, für mich hingegen 'fertig machen und ab auf ne Party' - es war wieder mal Farewell-Time ...


Für weitere visuelle Nachweise solltet ihr in der Gallerie vorbei schaun.

Donnerstag, 17. September 2009

Mum is here!

Nach monatelanger Überzeugungsarbeit, ständigem Nerven und wiederholtem Aufzeigen aller Vorteile hab ich mich breitschlagen lassen Besuch zu empfangen ... ne, natürlich wars genau andersrum, doch letzten Endes hat es geklappt und meine Mum buchte einen Flug zu mir, der ihr 10 grandiose Tage in Amerika bescheren sollte.

Das Angebot war aber auch zu verlockend. Schließlich konnte ich ihr eine Hotel ähnliche Anlage - Pool, Frühstück, viel Grün, klimatisiertes Apartment, riesen Fernseher, usw. - bieten. Hab ich ja alles schon zur Genüge ausgeführt. Dazu versprach ich diverse Sightseeingtouren nach Washington D.C., Philadelphia und natürlich New York. Zwischendurch kleinere Ausflüge.
Und das alles zu einem sagenhaften Schnäppchenpreis! Eigentlich verwunderlich, dass außer Becci sonst keiner dieses Angebot angenommen hat - eure Schuld! :)

Anscheinend konnte es auch Amerika kaum erwarten meine Mum ins Land zu lassen, da sie so fix durch die Customs kam, dass sie mir schon als ich den Flughafen betrat entgegenkam. So konnten wir auch gleich wieder zurück"düsen" bzw. mit 110 km/h auf den teilweise fünf-spurigen Straßen zurücktuckern.

Daheim gings auch erstmal in den Giant-Supermarkt für einen weiteren Eindruck amerikanischer Lebensweise. Miteinhergehend die Erkenntnis, dass in Amerika wirklich alles viiiieeeel größer ist. Dieses Bild sollte sich auch in den nächsten Tagen noch des Öfteren wiederholen.

Zum Abschluss des Abends gabs dann - ebenfalls landestypisch - gleich mal ein paar HotDogs und bald darauf folgend ein kuschliges Bett.

Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Mama! Schön, dass du es gewagt hast!!! :)