Samstag, 19. September 2009

Hauptsache Hauptstadt

Donnerstag angekommen, am Freitag ein bisschen in der näheren Umgebung herumgefahren und Eindrücke aufgesaugt, hieß es am Samstag dann endlich: "Auf die Highways und ab nach Washington D.C."!
Bei grandiosem Wetter war Hauptziel Nr. 1 des elterlichen Besuchs die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika und damit dem Sitz der Macht überhaupt.

Das tolle an D.C. ist, dass es super für Sightseeingtouren geeignet ist. Etliche günstige Parkplätze und ein klar definierter Bereich, wo sich alle wichtigen Gebäude, Gedenkstätten und Museen in Laufreichweite befinden: Das Weiße Haus, das Vietnam Veterans Memorial, das Lincoln Memorial, das Korean War Veterans Memorial, der recht bekannte Reflecting Pool, das National World War II Memorial, das Washington Monument, das National Museum of American History, das National Air and Space Museum, der United States Botanic Garden und zu guter Letzt das Capitol.

Natürlich gibt es noch weitaus mehr Dinge zu sehen, noch mehr Museen - die übrigens alle kostenlos sind - zu besuchen, Parks zu entdecken, Plätze zum Kräfte sammeln, und und und. Ist eben alles größer hier! :)


Obige Liste dürfte aber so ziemlich den wichtigsten Anlaufpunkten entsprechen, die wir außerdem auch alle besucht haben. Zwischendurch gabs immer mal wieder kleine Abstecher zu etwas versteckteren Plätzen, die wir dank etlicher GeoCaches überhaupt erst entdeckt haben und ansonsten übersehen hätten. Außerdem konnte ich diese Map aufzeichen, die vielleicht dem ein oder anderen D.C. Besucher als kleiner Guide dienen wird.

Es steht wirklich außer Frage, dass D.C. eine außergewöhnliche amerikanische Stadt ist. So viel Geschichte, Denkmäler, Patriotismus, Stolz, Trauer, Hoffnung sah und spürte ich selten und auch Mama war wirklich beeindruckt.

Nach einem Tag voller Eindrücke ging es wieder zurück nach Malvern, wo wir beschlossen den Tag bei Ruby Tuesday abzurunden, nicht zuletzt weil Mama endlich mal einen echten, grandiosen, amerikanischen Burger kosten wollte und da kann ich jedem wirklich dieses Restaurant ans Herz legen. Genauer gesagt meinen absoluten Lieblingsburger hier in den USA: den Smokehouse-Burger, der übrigens 1144 Kalorien hat - wie ich grade herausgefunden habe. Gut, dass wir unser Mal noch mit einem Double Chocolate Cake abgerundet haben! :) Nochmal 1140 Kalorien, die wir uns aber geteilt haben.
Naja, ab und zu darf man sich ja auch mal was gönnen, außerdem sind wir ja den ganzen Tag ewig viel rumgelaufen.

Für Mama hieß es danach ab ins Bett, für mich hingegen 'fertig machen und ab auf ne Party' - es war wieder mal Farewell-Time ...


Für weitere visuelle Nachweise solltet ihr in der Gallerie vorbei schaun.

Donnerstag, 17. September 2009

Mum is here!

Nach monatelanger Überzeugungsarbeit, ständigem Nerven und wiederholtem Aufzeigen aller Vorteile hab ich mich breitschlagen lassen Besuch zu empfangen ... ne, natürlich wars genau andersrum, doch letzten Endes hat es geklappt und meine Mum buchte einen Flug zu mir, der ihr 10 grandiose Tage in Amerika bescheren sollte.

Das Angebot war aber auch zu verlockend. Schließlich konnte ich ihr eine Hotel ähnliche Anlage - Pool, Frühstück, viel Grün, klimatisiertes Apartment, riesen Fernseher, usw. - bieten. Hab ich ja alles schon zur Genüge ausgeführt. Dazu versprach ich diverse Sightseeingtouren nach Washington D.C., Philadelphia und natürlich New York. Zwischendurch kleinere Ausflüge.
Und das alles zu einem sagenhaften Schnäppchenpreis! Eigentlich verwunderlich, dass außer Becci sonst keiner dieses Angebot angenommen hat - eure Schuld! :)

Anscheinend konnte es auch Amerika kaum erwarten meine Mum ins Land zu lassen, da sie so fix durch die Customs kam, dass sie mir schon als ich den Flughafen betrat entgegenkam. So konnten wir auch gleich wieder zurück"düsen" bzw. mit 110 km/h auf den teilweise fünf-spurigen Straßen zurücktuckern.

Daheim gings auch erstmal in den Giant-Supermarkt für einen weiteren Eindruck amerikanischer Lebensweise. Miteinhergehend die Erkenntnis, dass in Amerika wirklich alles viiiieeeel größer ist. Dieses Bild sollte sich auch in den nächsten Tagen noch des Öfteren wiederholen.

Zum Abschluss des Abends gabs dann - ebenfalls landestypisch - gleich mal ein paar HotDogs und bald darauf folgend ein kuschliges Bett.

Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Mama! Schön, dass du es gewagt hast!!! :)

Mittwoch, 16. September 2009

Kostenlos und sooo lecker

Community BBQ No. 3


Nach Eins, kommt bekanntlich Zwei. Und auf Zwei folgt meistens Drei.
Dieser Ordnung folgend lud ich heute mal wieder ein paar Interns auf Kosten der Korman Community zum Pool-BBQ ein.

Leider war das Wetter nicht so vielversprechend, weswegen das Baden zwar flach viel, wir dafür aber um so mehr aßen. Allerdings bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob Sätze von den Organisatoren wie "Ach schön, dass du so viele Leute mitgebracht hast!" noch wirklich ernst gemeint sind. Das ist bei den Amis echt schwer zu sagen.
Egal, ich hab sie gefragt, obs auch ein paar mehr werden dürfen und da kamen keine Einsprüche! :)
Gemeinsam mit ca. 14 Interns stürmten wir so das reich gefüllte Buffet und schlugen uns den Magen voll.

Im Übrigen war es auch eine super Gelegenheit sich nochmal von Vici zu verabschieden, die sich einen Tag später zurück nach Deutschland aufmachte. Perfektes Timing sozusagen.

Natürlich wurde vorher und nachher auch fleißig Wii gezockt! Echt schade, dass man Mario Kart nicht auch zu 12 spielen kann. DAS wäre echt mal super abgefahren. Leider reicht dafür die Power der Konsole nicht aus ... außerdem wäre es wohl leicht verwirrend 12 kleine Bildchen am Fernseher zu haben. Von der Größe her müsste es bei meiner Kiste allerdings klappen.

Bin ja schonmal gespannt, ob sie noch ne Pool-Closing-Fete, bzw. irgendeine andere Ersatz-Party-Veranstaltung haben während ich da bin. Wäre schon fein!

Dienstag, 15. September 2009

Kinohighlight: "9"

Wieder einmal hat es Tim Burton, einer meiner Lieblingsproduzenten, geschafft und einen Film geschaffen, der spitze geworden ist. Wie schon zuvor bei Big Fish (einem meiner absoluten Lieblingsfilme) war ich auch bei 9 wie in eine andere Welt versetzt und genoss die tolle Atmosphäre, die liebevollen Charaktere, die grandiose Animation, eine Geschichte über den Wert des Lebens und Zusammenhalt, ach einfach alles.
Als einzigen Kritikpunkt könnte ich aufführen, dass er ruhig noch hätte länger sein können. Aber welcher gute Film könnte das nicht. :)

Wer auf eine etwas andere Art von Film steht und mal nicht die Standard-Blockbuster sehen möchte, dem kann ich diesen nur empfehlen. Ich zumindest habe heute einen meiner Highlightfilme dieser Traineezeit genossen.




Foto: Wikipedia

Montag, 14. September 2009

Ab aufs Grün!

Könnte es irgendwann mal heißen, sollte ich weiter machen mit dem Golf spielen. Heute war aber erstmal eine Schnupperrunde angesagt mit meinen ersten Schwüngen auf der Driving Range.

Gemeinsam mit vier anderen Interns nutze ich das Angebot Christians, der ein zertifizierter Golftrainer ist auch mal diesen Sport auszuprobieren. Natürlich sieht das Schlagen im Fernsehn immer suuuuper leicht aus, aber die Technik hats echt in sich: Wie war das nochmal "Beim Ausholen den Schläger im 90° Winkel anheben, dabei den linken Arm immer gestreckt lassen. Irgendwann beugt man dann automatisch das Handgelenk um weiter auszuholen. Die Hüfte wird dabei auch um ca. 45° rechts nach hinten gedreht, wobei sich die Belastung der Füße zu 75% auf den rechten Fuß verlagert ... oder wars der Linke?!?"

Und das ist "nur" das Ausholen, wahrscheinlich auch noch die vereinfachte Anfängervariante. :) Naja, trotz vieler Zahlen und Winkel klappte es nach einigen Schwüngen gar nicht mal so schlecht, nicht zuletzt dank der professionellen Anleitung. Das ein oder andere Mal hab ich sogar die 100yd Marke geknackt. Gar nicht so schlecht für nen Newbie!

Alles in allem war es definitiv mal interessant einen kleinen Einblick in diesen Sport zu bekommen - das Zuschaun ist ja nach wie vor recht langweilig und ob ich weiter mache wage ich momentan eher zu bezweifeln, dafür fehlt mir einfach die Action. Vorerst bleibe ich also bei Squash!
Evtl. starte ich aber irgendwann mal einen ernsthaften Versuch, Spaß gemacht hats ja schon irgendwie! ;)

Sonntag, 13. September 2009

7 Tage Spaß

Vor ein paar Wochen habe ich ja schonmal einen kleinen Rückblick geschrieben, da ich nicht wegen jeder Kleinigkeit gleich nen ganzen Blogeintrag schreiben möchte. Aber so ein paar Dinge will ich dennoch festhalten, deswegen gibts heute wieder mal ein paar Sätze zu den vergangenen sieben Tagen.

Montag - 07.09.
Der Start in diese Woche war schon mal sehr angenehm, da dank dem Labor Day ja ein extra Tag frei war. Wie ihr hier ja wahrscheinlich schon gelesen habt, habe ich dieses verlängerte Wochenende für einen Ausflug in den Adirondack National Park genutzt.
Nachdem ich nach diesen grandiosen drei Tagen dann wieder in meiner Wohnung angekommen war, hatte ich wirklich überhaupt keine Lust alleine daheim rumzusitzen. War wirklich ein komisches Gefühl, aber hier habe ich extrem gemerkt wie gern ich die ganzen Leute hier habe und wie viel Spaß ich immer habe mit ihnen was zu unternehmen. Leider war aber niemand in Reichweite, so musste ich mich eben mit DVDs ablenken.

Dienstag - 08.09.
Am darauffolgenden Tag war zum Einen zwar wieder arbeiten angesagt, dafür hatte ich auch wieder die üblichen Verdächtigen um mich herum, sprich Arbeitskollegen und Interns! :) Und um 7:30 Uhr wartete dann auch noch ein Kinofilm auf mich. Auf Grund einer Mail von jemandem der Gamer bereits gesehen hatte, hab ich allerdings meine Erwartungen vorsichtshalber drastisch gesenkt. War wohl auch besser so, denn der Film war echt etwas sehr seltsam und abgedreht.
Allerdings wartete er auch mit ein paar durchaus interessanten und diskussionswürdigen Aspekten auf, weswegen ich mir immer noch nicht so ganz im Klaren darüber bin, ob er mir jetzt gefallen hat oder ob er doch einfach nur schlecht war.
Egal, Hauptsache Unterhaltung und nicht allein daheim rumsitzen.

Mittwoch - 09.09.
Auch am Mittwoch musste ich mir keine Sorgen machen, am Abend einsam zu sein. Allerdings war der Grund für das Zusammenkommen schon ein trauriger, denn Christina lud ein letztes Mal zum gemeinsamen BBQ ein bevor sie am nächsten Tag nach Deutschland zurückfliegen sollte.
Auf Grund des schlechten Wetters mussten wir zwar drinnen grillen - sprich am Herd - aber das tat der Stimmung keinen Abbruch und wir feierten mit guter Laune die vergangen fünf Monate meiner fränkischen Kollegin.
Wir sehen uns in ein paar Monaten!!! :)

Donnerstag - 10.09.
Nach einem recht langen Tag, voll gepackt mit Arbeit, viel zwar das wöchentliche Volleyball spielen aus - mittlerweile wirds dafür fast schon zu kalt - aber Poker fand wie üblich statt und das ließ ich mir natürlich nicht entgehn. Nachdem ich das letzte Mal kläglich versagt hatte, wollte ich dieses Mal wieder punkten und es lief auch ziemlich gut ... bis zu einer speziellen Hand.
Ich hatte Pocket Queens und der Flopp war doch tatsächlich Ace, Ace, Queen. Sprich, ein Full House auf dem Flopp. Die Gebote gingen ziemlich nach oben und ich war mir ziemlich sicher, dass mein Gegenspieler das dritte Ass hatte. Tja, was soll ich sagen, auf dem River kam dann tasächlich das vierte Ass und ich verlor mein Full House gegen Four-of-a-Kind - bitter, bitter!
Zwar kam ich nochmal zurück ins Spiel und wurde am Ende sogar noch Zweiter, aber sowas ist schon ärgerlich.

Freitag - 11.09.
Yeah, endlich Wochenende!!! Zwar musste ich Freitag Abend und auch Samstag Vormittag noch arbeiten, aber den Rest meiner freien Zeit genoss ich um so mehr. Und wie geht das am Besten? Genau, treffen in der Wilson Ave. Zusammensitzen mit den Interns, die nicht nach Boston gefahren waren und dann ab nach West Chester City ... ins Kildares! :)
Dieser Ort ist und bleibt einfach ein Garant für nen coolen Abend und auch dieses Mal hatten wir jede Menge Spaß. Na gut, ist ja auch nicht schwer mit so vielen lustigen Leuten.

Samstag - 12.09.
Irgendwie war ich noch voll im Arbeitsschlafrhythmus und war schon nach viereinhalb Stunden um 8 Uhr fit. War aber auch nicht so schlimm, da ich dann gleich noch fertig arbeiten konnte.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann vor allem damit auf den Abend zu warten, da ich zum Pizza backen, Wii zocken, Munchkin/Wizard spielen und Jeff Dunham kucken eingeladen hatte. Dem Ruf sind auch 4 Leute gefolgt (eigentlich 8, aber den restlichen vier ist leider was dazwischen gekommen) und so genossen wir endlich wieder eine selbstgemachte Pizza, welche immer noch die Beste ist.
Auch Munchkin war zu fünft echt super lustig und selbst die Jeff Dunham Show "Spark of Insanity", welche ich nun schon zum ca. 15ten Mal gesehen habe, war erneut grandios. Nicht zuletzt wegen der BlueRay Qualität.
Leider, leider sind dann um zwei Uhr schon alle gegangen. Müde war ich seltsamerweise noch überhaupt nicht und so gönnte ich mir noch einen kleinen Film zum Abschluss.

Sonntag - 13.09.
Den letzten Tag des Wochenendes relaxxte ich viel, schrieb den Adirondack National Park Blogartikel (was im Übrigen auch gut eineinhalb Stunden dauerte), aß noch die Leftovers vom Samstag und stellte dann aber wiederum am Nachmittag fest, dass erholen zwar ganz nett ist. Abhängen mit ein paar Leuten aber noch viel besser.
So fuhr ich kurzerhand zu Christian, wo wir erstmal über so dies und das laberten und dann irgendwann zu zweit nen Film ansahen (Knowing ist im Übrigen ziemlich schwach und nicht zu emfpehlen).

Fazit:
Alleine sein ist doof. Freunde zu haben und mit ihnen was zu unternehmen ist super. Spieleabende werde ich in Deutschland wieder öfters machen. Becci muss auch endlich kommen, damit wir wieder gemeinsam durch die Gegend ziehen können!!! Selbstgemachtes Essen rockt. Nicht jeder Film muss gut sein, um zu unterhalten. Ich fange jetzt schon an die Zeit hier zu vermissen ...


Foto: Wikipedia

Mittwoch, 9. September 2009

Monstermäßig

Hier mal ein kleiner Beitrag über einen Text den ich auf einer Energiedose mit dem Namen "Monster Energy" hier entdeckt habe:

Tear into a can of the meanest energy
supplement on the planet: MONSTER energy.
We went down to the lab and cooked up
a doulbe shot of our killer energy brew.
It's a wicked mage hit that delivers
twice the buzz of a regular energy drink.
MONSTER packs a vicious punch but has
a smooth flavor you can really pound down.

OK, der Text an sich ist ja schon recht lustig, aber zusammen mit dem "Kleingedruckten" nochmal ne Spur besser:

These Statements have not been evaluated by the food and drug administration. This product is not intended to diagnose, treat, cure or prevent any desease.

Ich bin der Monster Baverage Company echt dankbar für diesen Hinweis. Ich glaube sonst hätte ich bei der nächsten Erkältung doch glatt mal 5 Dosen davon reingezogen. :P

Samstag, 5. September 2009

Adirondack National Park

Back to Nature am Labor Day Weekend


Freitag:
Endlich hatten auch wir hier in Amerika mal wieder einen Feiertag und damit ein verlängertes Wochenende. Diesen extra Tag durfte ich natürlich nicht einfach so verstreichen lassen, sondern nutze ihn, um mit vier weiteren SPGlern (nein, dieses Mal keine Interns :D) drei grandiose Tage in aller Abgeschiedenheit zu verbringen.
Ziel war der Adirondack National Park in NewYork State, ca. sechs bis sieben Stunden von Malvern entfernt, genauer gesagt eine Hütte, direkt am Lake Abanakee.

In meiner Vorstellung hatte ich ehrlich gesagt wirklich so ne kleine Holzhütte mit einem großen Wohn-Ess-Küchenzimmer, sowie 3 Schlafzimmer und ein Bad auf vielleicht 50qm erwartet. Doch wurde ich extrem angenehm überrascht, als ich bei Einbruch der Dunkelheit endlich ankam und mich eine extrem geniale Lodge erwartet: 4 Schlafzimmer, 2 Bäder, eine rießige Küche mit Wohn-Ess-Bereich, Fernseher, Feuerstelle, usw. - kurz gesagt: auch in der Wildniss ist ein bisschen Luxus nicht zu verachten.
Abgeschieden war sie aber auf jeden Fall - kein Internet, kein Fernsehempfang, kein Handynetz. Der ideale Ort, um zu entspannen also.

Und das taten wir!!! Als ich Freitag Abend ankam, gabs erstmal lecker BBQ mit besonders rauchig schmeckendem Hühnchen (nur so als Anmerkung: Grillen auf einem Boot ist leicht dämlich! :P), Salate, Maiskolben und dank mir auch endlich gutes Bier.
So saßen wir erstmal zusammen und fuhren danach eine kleine Runde mit dem Hauseigenen Ruderboot über den See. Zurück war dann auch die Schokolade über den Erdbeer-Ananas-Spießen geschmolzen und wir konnten uns das Desert schmecken lassen.

Bei gemütlichem Zusammensitzen liesen wir den Abend dann noch im Haus ausklingen und gingen gegen 2 Uhr zu Bett. Schließlich wollten wir ja fitt für die anstehende Wanderung am Samstag sein.

Samstag:
Da als ich aufwachte alle anderen noch schliefen, sprang ich kurz unter die Dusche, zog mich an und machte eine kleine Geocaching-Runde. Leider wollte sich mir die Dose nicht zeigen, aber dafür konnte ich ein paar coole Aufnahmen vom See im Nebel machen.
Wieder zurück im Haus konnte ich die andern erstmal beruhigen, dass ich nicht geklaut wurde und so genossen wir dann unser üppiges Frühstück.
Die Stärkung war auch bitter nötig, da wir eine Wanderung geplant hatten, die es in sich haben sollte: Die Besteigung des Snowy Mountains ... uuuuuuuuuh!!!
Ja, es war eine Wanderung voller Gefahren, böser Monster und reißender Bäche. Deswegen mussten wir uns auch am Fuße des Berges in einer Logbuch eintragen. So würden dann zumindest die Wanderer am nächsten Tag wissen, dass wir verschollen sind, falls wir uns nicht zurückmelden.
Na gut, ganz so krass wars dann auch wieder nicht, aber gerade die letzten eineinhalb Kilometer hatten es echt in sich. Entweder lag es an meiner nicht mehr ganz so fitten Kondition, an unserem sehr zügigem Tempo oder wirklich am Berg selbst, aber
ich war selten so fertig nach einer Bergtour wie an diesem Tag. Zwar hatte ich durchaus schon steilere Stellen auf anderen Wanderungen, aber noch nie eine so lange.

Entsprechend durchgeschwitzt kamen wir dann auch am Gipfel an und ... wurden sofort belohnt. Die Aussicht war sagenhaft und dank des wolkenlosen, strahlend blauen Himmels konnten wir meilenweit sehen. Da merkte ich wieder einmal, was ich bei Städtetouren immer so vermisst habe.
Mit einem Gefühl der Glückseeligkeit genossen wir unsere Mittags-Bagels, bestiegen noch einen alten Feuerturm für einen Rundumblick und ich holte mir - während die anderen sich weiter ausruten - noch den dritten GeoCache, der auf dieser Wanderung versteckt war und wurde nochmal belohnt: mit einer tollen GeoCoin.

Der Abstieg ging dann überraschend flott. Gut, mag evtl. daran gelegen haben, dass ich ca. 70% der Strecke gejoggt bin. Jaaaaaa, total dämlich, ich weiß. Aber es war lustig, zumindest in dem Moment. Weniger lustig war dann der Muskelkater in meinen Oberschenkeln, den ich noch Tage später gut gespürt habe. :P
Wenig überraschend waren wir an diesem Abend dann auch etwas früher im Bett, als am Tag davor und aufgewacht bin ich auch etwas später.

Sonntag:
Programmpunkt heute war - nachdem wir nach wie vor fast schon unverschämt gutes Wetter hatten - eine Kajaktour. Nach kurzer Nachfrage bei der lokalen Bevölkerung wurden wir zum Blue Mountain Lake geschickt an dem es eine Mietstation geben sollte.

In dem kleinen Dörfchen angekommen erwartete uns allerdings erstmal ein Rustikalmarkt, also irgendwelches Holzzeug, ausgestopfte Tiere oder einfach nur Holz. Natürlich schlenderten wir einmal durch die verschiedenen Verkaufsstellen, aber da wir alle nicht so extrem interessiert waren uns jetzt z.B. ein Eichhörnchen mit Cowboyhut und Pistolen zu kaufen - obwohls schon recht knuffig aussah - gingen wir kurze Zeit später zur Mietstation weiter.

Ausgestattet mit drei Kajaks (zwei Zweisitzer und ein Einsitzer) padellten wir los was das Zeug hielt. Dabei merkten wir schnell, dass diese Doppelpaddel die Schultermuskulatur ziemlich fordern und so ein See mangels Strömung extrem blöd zum einfach so dahin treiben ist. Sprich: Kein Padeln - kein Vorwärtskommen.
Hätten wir jetzt mit den Füßen irgendwas machen müssen wären wir auf Grund der gestriegen Anstrengungen wahrscheinlich nicht weit gekommen. Unsere Arm waren aber noch unbelastet und so näherten wir uns irgendwann einer der vielen Inseln, die in dem eher länglichen See zu finden waren.

Eigentlich war es eher ein großer Felsen mit ca. 30 mal 18 Metern, der so 4 Meter aus dem Wasser herausragte. Diese ideale Absprungkante nutzen wir Jungs dann auch für mehrer Sprünge in den immer noch sehr warmen See.
Ansonsten lagen wir einfach noch etwas auf der faulen Haut, ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen und bemerkten wieder einmal was für ein Glück wir hatten hier sein zu können.

Nicht ganz so fertig wie am Samstag kamen wir am Nachmittag dann wieder zurück zu unserer Traumhütte und genehmigten uns erstmal eine DVD bevor es eine leckere Kartoffel-Garnelen-Creme-Suppe gab.

Bei Spiel, Spaß und Musik ging dann irgendwann auch dieser Abend zu Ende und damit fast schon wieder der Urlaub und das wo wir alle noch viel länger hätten bleiben wollen!!!

Montag:
Aber alles Jammern half da nichts und schließlich gab es auch kaum Grund dazu, denn erholsamer, lustiger, enstpannender und abwechslungsreicher hätten zwei, drei Tage woanders kaum sein können. Und schließlich soll man ja auch aufhören, wenns grad am Besten ist! ;)

Dank einigermaßen gutem Straßenverkehrs schaffte ich es auch wieder in sechseinhalb Stunden zurück nach Malvern, wo ich super gerne den Abend mit ein paar Leuten verbracht hätte, da es so alleine doch etwas einsam war. Leider waren aber alle ausgeflogen zum Dolphin-Watching.
Gabs halt doch wieder nur mich, meinen kleinen Fernseher und ein paar DVDs und die Gewissheit: Die nächsten coolen Trips werden sicher nicht lange auf sich warten lassen!!!


Mehr Bilder gibts wie immer in der Gallerie!

Donnerstag, 3. September 2009

Umziehen leicht gemacht

Auf amerikanischen Highways sieht man ja so einiges. Das meiste davon verwundert, bzw. überrascht mich zumindest nicht mehr. So fallen mir die Autoreifenteile, die hier ständig am Rand herum liegen, kaum noch auf. Auch versuche ich ruhig zu bleiben, wenn ich sehe, dass hier das Prinzip des "Reisverschlusssystems" völlig unbekannt zu sein scheint.

Es gibt allerdings auch ein paar Dinge, die mich doch kurz innehalten lassen. So bin ich neulich nichts ahnend die Auffahrt zum Highway heraufgefahren und dachte schon, dass ich mich verfahren hätte - was hier im Übrigen nicht weiter schwer ist, da manche Auffahrten eher einer Häusereinfahrt gleichen: klein und kaum beschildert. An Stelle von Autos hatte ich nämlich ein Haus vor mir ...

Nach einer kurzen Schrecksekunde griff ich aber dann sofort zu meiner immer parat liegenden Kamera und hielt diese Situation gleich mal für euch fest! So schaut es also aus, wenn man keinen Bock mehr hat, an Ort XY rumzusitzen. Da packt man einfach sein Haus ein und fährt woanders hin ... praktisch! ;)

Dienstag, 1. September 2009

Der mit den Puppen redet

Jeff Dunham - Spark of Insanity


Wo soll ich nur anfangen zu erzählen? Das fällt mir dieses Mal echt schwer, weil der Typ einfach so genial ist, dass irgendwie alles berichtenswert wäre und mir allein bei dem Gedanken an seine Show tausend lustige Momente in meinem Gehirn aufploppen. Das erschwert es mir dann doch alles in eine einigermaßen strukturiert Form zu bringen.

Ich beginne jetzt einfach mal damit, wie ich überhaupt von Jeff Dunham erfahren habe. Es war glaube ich 2007, da stieß ich im Internet auf ein Video über einen Bauchredner der einen Charakter nahmens Achmed - The Dead Terrorist präsentierte. Dank diesem Showausschnitt war auch der Satz "Silence, I kill you!" recht verbreitet.
Damals war es eher eines von vielen lustiges Videos, das zwar echt unterhaltsam war, ich aber nicht weiter viel Beachtung schenkte ... bis mir ein Freund ein paar Tage später einen Link zur kompletten Show dieses Comedians weiterleitete.



Seitdem habe ich diese Show mindestens zehn Mal gesehen und jedes Mal, wenn ich jemandem zeige was ich da so toll finde, kann ich nicht aufhören und kucke sie mir wieder komplett an. Nicht nur der Stand-Up-Comedian-Part am Anfang, sondern ins Besondere die Puppen mit ihren unterschiedlichen Charakteren haben es mir angetan. Neben Achmed gibt es da z.B. noch Walter, einen alten, griesgrämigen Vietnam Veteran; Peanut, eine leicht verrückte lila Erdnuss; José Jalapeño, eine mexikanische Chillischote auf einem Stab und noch ein paar andere.

Jeff Dunham hat die Bauchrednerei wirklich perfektioniert und schon bevor ich nach Amerika zurück kam, war mir klar, dass ich ihn auf jeden Fall live sehen muss. Gestern war es dann endlich soweit, nachdem ich die Tickets schon vor Monaten bestellt hatte und es kaum noch erwarten konnte.
Angenehmerweise trat er nur eine Stunde entfernt von Malvern in Allentown, PA auf und zwar auf dem Allentown Fairground, quasi eine Mischung aus Jahrmarkt und Messegelände. Die landwirtschaftliche Ausstellung mit Monsterkürbisen oder Schweinerennen interessierte uns dabei allerdings weniger. Außerdem hatten wir nicht extrem viel Zeit und da ging dann der Hunger vor.

Gut gerüstet mit einer Käse-Pizza gings dann also zur Open-Air-Bühne, wo die Show nur wenige Minuten später startete. Als Einstieg kam der "Guitar Guy", der mit Jeff gemeinsam auf Tour ist und auch während der Show immer mal wieder dazu kam.

Nach kurzem Intro war es dann endlich soweit und das Publikum flippte auch entsprechend aus als Jeff die Bühne betrat.
Die Witze zu wiederholen würde hier definitiv keinen Sinn machen, vieles war außerdem sehr situativ und hier empfehle ich mal für ne Weile auf YouTube zu stöbern. Dort finden sich reichhaltige Dokumente seiner Unterhaltungskunst.

Besonders genial und beeindruckend war wirklich die Art und Weise wir er mit seinen Puppen gesprochen hat. Würde er kein Gegenüber vor sich haben, so würde ich sofort unterschreiben, dass er schizophren sein müsste.
Da gab es z.B. Momente wo Jeff so lachen musste, dass er nichts mehr sagen konnte, die Puppe aber total ernst blieb und sich auch noch über ihn lustig gemacht hat ... was aber natürlich er als Bauchredner selber war ... verrückt. Auch die Geschwindigkeit der Dialoge - also der Wechsel zwischen Jeff und der Puppe - war erstaunlich. Und die Komik im Allgemeinen sowieso. Mir hat irgendwann wirklich der Bauch weh getan vor lauter lachen.



Der Kerl ist einfach ein Genie und ich kann nur jedem empfehlen sich ein paar Clips von ihm und den kleinen Kerlchen reinzuziehen. Ich jedenfalls bin extrem froh, diese Chance wahrgenommen zu haben. Es hat sich definitiv gelohnt und ich wäre jederzeit wieder dabei. Evtl. schaffe ichs ja, wenn er wieder Europa-Tour macht.

Gott, was hab ich gelacht!!! :-D


P.S.: Dafür hasse ich Amazon: ein paar Klicks und schon ist man stolzer besitzer dreier BlueRay Scheiben mit den Shows von Jeff Dunham und gleichzeitig $50 ärmer ... ich konnte einfach nicht widerstehen. Naja, meine ersten selbstgekaufen BlueRays - ein würdiger Start!