Dienstag, 14. April 2009

Sixers vs. Celtics

Es ist zwar peinlich, aber ich muss es zugeben: Dies war mein erster Besuch in einem Sportstadium! Nicht das erste Mal in Amerika, nicht das erste Mal seit ich volljährig bin, sondern wirklich das erste Mal überhaupt! OK, da das nun raus ist, fühl ich mich doch gleich besser.
So freute ich mich natürlich ganz besonders auf dieses Event im Wachovia Center in Philadelphia und fuhr mit 8 anderen zum letzten Basketball-Match vor den Playoffs. Dabei traten die Philadelphia 76ers gegen die Boston Celtics an. Die Celtics waren zwar die klaren Favoriten, aber als Phili-Zugehöriger war ich natürlich für die Sixers!

Empfangen wurden wir von überaus freundlichen Damen, die aber leider nicht sehr viel Geld zu haben scheinten, da sie sich nur recht wenig Stoff leisten konnten. Dennoch waren sie gut gelaunt und lächelten immerzu, wenn auch manchmal etwas gequält (siehe Bild :D). Zu Kinder waren sie besonders nett, versuchten aber wohl durch die Weitergabe ihrer Namen um Spenden zu bitten. Wir haben uns dann nicht weiter hier aufgehalten, da uns dieses Elend nur die Stimmung verdorben hätte.

Lieber wollten wir uns mit einem ordentlichen, amerikanischen Essen den Bauch voll schlagen. Das scheint nämlich die zweite Lieblingsbeschäftigung in Sportstadien hier zu sein: FastFood! Auch wir konnten uns diesem Trend nicht entziehen und haben sicherheitshalber gleich mal "All you can eat"-Tickets gekauft. Und die müssen sich natürlich erstmal rentieren. D.h. unsere zweite Station waren die Futterstellen (jepp, die Bezeichnung ist korrekt), wo es Pepsi, Sprite, Chips, HotDogs und IceCream en masse gab. Eben so viel man essen konnte.
Um den Sixers zu huldigen stopfte ich mir im Lauf des Abends dann auch unter anderem sechs HotDogs rein, wobei ich mit dem letzten schon echt zu kämpfen hatte. Aber sie waren gar nicht mal so schlecht und das Sprite spülte sie gut herunter und durch das Eis wurde mein Magen im Anschluss auch wieder etwas beruhigt.

Irgendwann ging dann das Spiel los. Aaaaaber nicht ohne vorher noch die Nationalhymne zu singen, bzw. singen zu lassen. Mitgesungen hat glaub keiner, aber es sind alle aufgestanden und haben mehr oder weniger erfurchtsvoll gelauscht (sorry für den Bilddreher am Anfang):

Nach einer Showeinlage (YouTube-Video), von denen es immer mal wieder welche gab, war der Ball endlich freigeben. Wobei mich der Start doch etwas verwirrt hat, da alles recht unspektakulär aussah. Überhaupt hatte das Spiel zu Beginn eher den Touch eines freundlichen Ball Hin-und-Her-Schmeißens. Aber immer mal wieder gab es ein paar Action-geladene Szenen, bei denen dann plötzlich alle wieder wach wurden. Besonders in den letzten Sekunden eines Quarters gings immer richtig ab.
Ein Quarter in der NBA dauert übrigens 12 Minuten, das Spiel (theoretisch) also exakt 48 Minuten, da aber Timeouts genommen werden können, die das Spiel dann für eine bestimmte Zeit unterbrechen, zieht es sich doch etwas länger hin. Bei uns hat das ganze ca. 2,5h gedauert, wobei natürlich zu den Timeouts auch noch die normalen Pausen dazu kommen.

Was die Pausen aber recht erträglich werden lässt, sind - neben den Showeinlagen - die Gewinnspiele. Hier hat man z.B. die Möglichkeit einen signierten Basketball, ein Saisonticket, die Chance auf einen 3-m Wurf, ein Essen mit oben erwähnten Damen und vieles andere zu ergattern. Dabei werden entweder einzelne Plätze oder ganze Reihen aufgelistet. Auch wir - in Section 219, Row 8 - gehörten zu den glücklichen Gewinnern und durften uns nach dem Spiel eine Freikarte fürs Ice-Skating abholen. Im Prinzip Schlittschuhlaufen, nur klingts besser.

Richtig cool wurde es, als gegen Mitte des zweiten Quartes die Sixers plötzlich davon gezogen sind und teilweise sogar mit 11 Punkten geführt haben. Selbst in die Halbzeit konnten sie sich noch einen Vorsprung von 8 Punkten sichern. Leider lief es danach nicht mehr ganz so rund und die Celtics kamen wieder ran bis es letztendlich - 18,1 Sekunden vor Spielende - 98:99 für die Celtics stand. Nach einem taktischen Foul und einem weiteren Punkt für das Team aus Boston, waren die Sixers dann zwar in Ballbesitz, konnten aber dummerweise keinen Treffer mehr landen und verloren 98:100 in einem wirklich spannenden Spiel!

Ich hätte es ja nicht gedacht, aber es war wirklich ne coole Sache und für nen Dienstagabend die perfekte Unterhaltung. In den nächsten Wochen stehen dann noch Baseball und Football auf dem Programm. Mal sehen was die so zu bieten haben ...

!!! Breaking News !!!

SGP Foto-Modell jetzt bei RTL2?


Dank Anja, einer überaus aufmerksamen und treuen Leserin meines Blogs, ist möglicherweise eine bisher unentdeckte Sensation ans Tageslicht befördert worden. Die "hübsche Müncherin" (Zitat RTL2), welche Nebenbei als Fotomodell jobt, moderiert auf dem renomierten Privatsender RTL2 die Sendung "Zuhause im Glück".

Ähnlichkeiten mit den offiziellen SGP-Programmfotos sind nicht zu leugnen und legen eine steile Karriere der studierten Innenarchitektin nahe. Sehr Lobenswert zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass die zukünftige Moderatorin "mit ihrer Arbeit Denkanstöße geben [will], die den Menschen helfen sollen."
Daher wünsche ich an dieser Stelle, ob es sich nun um die selbe Person handelt oder nicht, Frau Natalie Nguyen viel Erfolg für die Zukunft und jede Menge Glück im trauten Heim!


Fotos: RTL2, Siemens

Montag, 13. April 2009

Ein Cube zum lieb haben

Ich mag sie, ja ich mag sie einfach ... nein ... ich VERABSCHEUE sie!!! Wie kann man nur so was hässliches gut finden?!? OK, zugegebenermaßen bin ich mir fast sicher, dass auch die amerikanischen Kollegen nicht gerade davon begeistert sind in einem grauen Kasten mit Blick auf eine graue Wand, auf einem grauen Tisch mit graunen Regalen zu arbeiten. Habe ich erwähnt, dass hier alles grau ist? So grau wie die Schreibtischschränke, mein Laptop oder das Telefon? Nein? Gut, dann nochmal für alle: GRAAAUUUUUU!!!
Immerhin sind es verschiedene Grautöne, die unterschiedliche Muster und Schattierungen haben. Zudem kann ich extra Lichter anschalten die das Grau in einem ganz neuen Grau erscheinen lassen. Ich hab mir auch schon überlegt mir hier nen Esel reinzustellen, der würde durch sein graues Fell bestimmt suuuper dazu passen.

Und damit ihr mir glaubt, habe ich mit meiner grauen Digitalkamera gleich mal zwei Bilder geschossen. Auf dem zweiten seht ihr im Übrigen, dass hier noch kräftig um- und eingezogen wird. Schließlich will jeder so einen spitzen Cube für sich selbst ergattern. Was hab ich für ein Glück, schon einen zu besitzen. :D

Na gut, ist vielleicht etwas zu eintönig dargestellt und leicht übertrieben, aber wirklich nur leicht. Aber ich sehs mal positiv, so werde ich schon nicht von herrlichem Wetter, grünen Pflanzen, vielleicht sogar Tieren abgelenkt. Also, ran an die Arbeit, jawoll!!!

P.S.: Verändert hat sich im Vergleich zu vor drei Jahren übrigens recht wenig, wie ihr hier sehen könnt.

Mittwoch, 8. April 2009

Erster Arbeitstag

Na gut, nicht der erste Arbeitstag überhaupt, aber zumindest hier in Amerika. Na gut, auch das ist noch nicht ganz korrekt, da ich Montag und Dienstag ja schon HomeOffice gemacht habe, da mein Chef auf Dienstreise war. Ääääh, eigentlich ist erster Arbeitstag noch immer nicht korrekt, da ich ja - wie bei einer neuen Arbeitsstelle üblich - erstmal überhaupt nicht zum Arbeiten komme, sondern vielmehr 1000 organisatorische Dinge zu erledigen habe, allen vorgestellt werde und mich erstmal eingewöhne.
Besser treffen würde es demnach: "Erster Tag in dem Büro, bzw. Cube, in dem ich irgendwann ganz viele, tolle Dinge arbeiten werde." :)

Dieser besagte "erste Tag in dem Büro, bzw. cube, in dem ich irgendwann ganz viele, tolle Dinge arbeiten werde" war aber dafür ziemlich angenehm. Ich hab meinen eigenen Cube (direkt gegenüber der Tür meines Chefs), das Internet funktioniert bereits und dank meines deutschen Arbeitslaptops bin ich quasi schon einsatzfähig. Eher eine Seltenheit im internationalen Arbeitsalltag.

Ein besonderes Highlight war, dass mich zum Mittagessen zwei Kollegen mit zum Essen genommen haben. Sind natürlich mit zwei Autos gefahren, da der eine nur einen Platz hatte, da die Rückbank mit Kindersitzen belegt war, und der andere einen Z3 hatte. Ich hab mich dann ganz spontan dafür entschieden im Z3 mitzufahren! ;)
Gegessen haben wir im Friendly's, wo ich mir gleich mal einen geilen Burger reingezogen habe, der auf den offiziellen Seiten sehr schmackhaft wie folgt beschrieben wird: "Sink your teeth into this thick, juicy burger served with crisp lettuce, fresh tomato, red onion and mayo on a warm grilled bun. All American. All delicious." Also wem da nicht schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft, dem ist nicht zu helfen!

Trotz des guten Essens gings dann nochmal für ein paar Stunden zurück an die Arbeit ... äh "an den Platz an dem ich bald" usw. Demnächst sollten dann auch mein Monitor, sowie mein Telefon eintrudeln. Spätestens dann gehts so richtig los.


Foto: Flickr

Sonntag, 5. April 2009

BigWeekend-Getaway

Wie angekündigt ging es Freitags am späten Nachmittag gleich los zum ersten, großen Event! Gemeinsam mit 30 Interns, die sich momentan in Malvern aufhalten, verbrachte ich das Wochenende am Strand in Rehoboth - ungefähr drei Autostunden von Malvern entfernt.
Das Haus war wirklich absolut genial: 3 Stockwerke (Erdgeschoss, 1. und 2. Stock) plus ein komplett als Dachterrasse ausgebautes Dach mit Pool und Jacuzzi. Im zweiten Stock war dann das Hauptwohnzimmer und die Hauptküche. Hier fand dann auch gegen Abend der Hauptteil des Geschehens statt! :) Neben nem großen Tisch war hier übrigens auch der ca. 55'' (139cm) Fernseher mit HD-TV. In den unteren Stockwerken war ich eigentlich kaum, da auch mein Schlafplatz im 2. Stock war, im Flur direkt gegenüber der Tür des eben genannten Party-Raumes. Was mich dann doch eher dazu bewogen hat, einfach lange aufzubleiben.
Im Prinzip befanden sich unten aber Schlafräume/-möglichkeiten, Bäder, nochmal ne Küche, ein weiterer Aufenthaltsbereich mit Billard, Kicker und nem Eishockeyspiel. Draußen stand dann natürlich noch der übliche BBQ-Grill, der in keinem vernünftigen Haushalt fehlen darf.
Doch, alles in allem sehr sehr nett, muss ich schon sagen. Der Strand war im Übrigen ca. 300m entfernt ... natürlich! ;)



Am ersten Abend traf ich also zum ersten Mal den ganzen Haufen und es hat nicht lange gedauert, da war ich mir sicher, dass mich noch die ein oder andere lustige Geschichte hier erwarten wird. Sowohl am Wochenende, als auch in den kommenden Monaten.
Den Abend über verbrachte ich dann hauptsächlich damit, die Leute erstmal besser kennenzulernen. Neben den üblichen Gesprächen war auch noch eine besondere Sache geboten, die ich natürlich sofort ausnutzte: Christian, einer der Interns, hatte seine Playstation 3 mitgebracht, die im Prinzip durchlief, wobei sich Singstar und Guitar Hero abwechselte. Das was mir bei ersterem Spiel an Talent fehlte, hatte ich dafür bei zweiterem umso mehr und so rockte ich mich an dem Wochenende durch die ein oder anderen Lieder. Wirklich ein sehr geiles Spiel, wobei es doch etwas dauern dürfte bis ich sowas drauf habe - OK, das wird es wohl nie geben, aber selbst auf der zweiten Stufe machts irre Spaß! :D

Immer wieder beeindruckend!!!
Hier übrigens in voller Länge und im heimischen Wohnzimmer: Link. Die Größe des Fernseher dürfte ungefähr unserer entsprochen haben.

Mein zweites Talent entdeckte ich dann zu etwas späterer Stunde beim Beer-Pong spielen (im Bild werfe ich gerade voller Konzentration einen Ball). Wie Guiter-Hero war es an diesem WE die Premiere für mich, aber fünf Siege in Folge sprechen für sich! :D Wer es nicht kennt, die Regeln sind an sich recht einfach: 2 Teams stehen sich an einem längeren Tisch gegenüber und versuchen mit einem Tischtennisball die mit Bier gefüllten Becher zu treffen. Trifft ein gegnerisches Spiel muss man den Becher leeren. Das Team, bei dem am Schluss noch Becher übrig sind, muss auch diese noch austrinken. Wer jetzt denkt, es handelt sich hierbei um ein Trinkspiel, liegt völlig falsch. Vielmehr geht es um Konzentration, Zielgenauigkeit und Hand-Augen-Koordination!

Samstag-Abend gabs dann endlich mein erstes lecker BBQ mit der besten Steak-Souce der Welt: "Jack Daniels No. 7". Dazu gabs noch lecker Salat und ein überraschend gutes Weißbrot, das echt richtig kross war.
Gestärkt ging es dann erstmal ne Runde in den Pool, schließlich will das Essen ja auch wieder verdaut werden und da soll man den Magen nicht mit unnötig sportlichen Bewegungen stören! ;) Nach einer Stunde unter Sternenhimmel gings dann wieder nach unten zu Billard, PS3 und meiner für diesen Abend aufgebauten Wii.

Für Sonntag war dann nur noch relaxxen angesagt - ähm, also das selbe wie die zwei Tage davor! :D Irgendwann noch etwas aufräumen und natürlich das obligatorische Gruppenfoto!
Alles in allem ein mehr als gelungener Start in mein letztes SGP-Assignment, mit einem genialen Haus am Strand (für den es leider noch etwas zu kalt und vor allem viel zu windig war), super coolen Leuten und jeder Menge Spaß! Die nächsten Wochen können kommen! YEAH!!!

Freitag, 3. April 2009

Internet-Story

Schon Wochen vorher habe ich mich auf mühsamen Wege durch die Internetseiten und Hotlines von Comcast gequält um sicherzustellen, dass ich bei meiner Ankunft schon einen funktionierenden Zugang zum weltweiten Informationsnetz besitze. Aber anscheinend sind auch die amerikanischen Services nicht fehlerfrei. :( Schon als ich meine Wohnung gestern Abend betrat war mir klar, dass da etwas nicht stimmte: Keinerlei Router, Switch, Kabel oder sonstiges Zeug mit dem ich eine Verbindung ins Internet hätte herstellen können. Auch am Service Desk der Community war kein Paket für mich eingetroffen.

Nachdem ich ja weder ein Internet noch einen Telefonanschluss besaß um mich zu beschweren, versuchte ich es über den Internetzugang im Business Center der Korman Community und dem Chat-Programm von Comcast. Nach ca. 20 Minuten war dann auch geklärt wer ich bin, da ich natürlich keinerlei Accountdaten hatte und nur weitere 10 Minuten später wusste ich, dass die Sendung noch nicht abgeschickt wurde.
Um das Ganze aber nicht noch läner hinauszuzögern fuhr ich heute früh direkt zu einer Comcast-Filiale und holte mir mein Zeug ab. Immerhin ging dann aber der Anschluss - von einem kleineren Problem abgesehen - ziemlich gut und ich war schon am zweiten Tag ONLINE! *yeah*

Nur sechs Tag später, am 09.04., erhielt ich dann auch endlich die Bestätigung, dass mein deutscher Anschluss bei 1und1 gekündigt wurde. Im Hinauszögern scheinen alle Dienstleister wahre Meister zu sein, da mein ersters Schreiben diesbzgl. bereits einen Monat vorher raus ging!!!

Donnerstag, 2. April 2009

... und die Ankunft

Ein paar Stunden spaeter und puenktlich nach Zeitplan kam ich dann auch schon Philadelphia an. Was so auf dem Flug alles war, das schreibe ich morgen oder in den naechsten Tagen, hier ist jetzt erstmal die Kurzzusammenfassung, damit jeder Bescheid weiss. :)

Aaaaaalso, nachdem meine drei Koffer vollstaendig angekommen waren, schnappte ich mir meinen Mietwagen und machte mich auf den Weg zu meiner Bleibe fuer die naechsten acht Monate. Dort gabs erstmal ein Glas Champagner weil irgendeine Designerin ihre Kleider vorstellte.
Wie auch immer, die Wohnung ist sehr geraeumig, einen Fernseher muss ich mir auf jeden Fall noch zulegen, die Lichtschalter sind doch etwas gewoehnungsbeduerftig, aber alles in allem kann ich glaub sehr zufrieden sein.

Natuerlich sind alle totaaaal nett und das macht den Einstieg nochmal ein gutes Stueck leichter. Das einzig doofe ist, dass mein Internetzeugs noch nicht da ist, aber das werde ich morgen organisieren.

Ich wollte euch lediglich wissen lassen, dass es mir gut geht und alle weiteren Details werden dann in den kommenden Tagen folgen. Heute nicht mehr, dann so langsam werde ich muede. Immerhin ist es in Deutschland ja auch schon halb fuenf!

Darum: Gute Nacht und bis bald!

Der erste Einkauf

Packungen fuer Riesen


Es ist ja kein Geheimnis, dass hier alles größer und umfangreicher ist, und ich habe
auch schon erwartet, aber immer wieder überrachen mich hier doch die Größen gerade beim Essen einkaufen. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder legt man sich gleich ne Großfamilie zu oder wird dicker ... wobei, bei den ganzen Zusatzstoffen hält auch alles ewig! :)

Donnerstag Nacht (die Läden haben hier ja nahezu 24/7 offen) machte ich mich auf jeden Fall auf den Weg in den nächstgelegenen Giant - zu vergleichen wohl am ehesten mit Kaufland oder ähnlichem - schließlich brauchte ich ein paar grundlegende Dinge wie Wasser, Toast oder Schinken, aber auch Bananen oder Pringles! :)
Außerdem wollte ich noch etwas in der Gegend rumfahren und schaun, was ich noch alles kannte. Überraschenderweise so ziemlich alles! Es hat sich wirklich kaum etwas verändert. Wo früher eine Comerce-Bank stand, ist heute halt eine TD-Bank, aber die Fastfoodketten stehen noch genau so wie früher, die sind eben (wie das Essen) nicht tot zu kriegen.

Zur Einstimmung gabs danach aber erstmal nen Hoagie von Wawa. Im Prinzip ein Sandwich das man sich komplett frei zusammenstellen kann, ähnlich wie bei Subways.
Ja, das und mein guter, alter Rock-Sender WMGK haben meine Erinnerungen an die Zeit vor drei Jahren doch wieder sehr präsent gemacht.

Kuscheliger Flug

Endlich komme ich dazu die ersten Eindrücke nach und aus Amerika in meinem Blog aufzuschreiben. Schon eine Woche ist es her, so viel ist bereits passiert und ihr wisst noch immer nichts ... das geht ja nun wirklich nicht.

Nach einem doch recht schweren Abschied von Becci am Nürnberger Flughafen musste ich nicht sehr lange warten, dann ging auch schon das Boarden los. Vorher gabs natürlich erstmal wieder Verwirrung - was wäre ein guter Flug ohne ein bisschen Chaos - da in Frankfurt spontan das Flugzeug getauscht wurde und sich die Sitzplätze von ca. 63 Leuten geändert hatten. Dafür hatten wir ewig viel Platz, da die Maschine wohl etwas größer war.
In Frankfurt schlug das dafür dann wieder ins Gegenteil um, da mein Sitznachbar zwar nicht fett, aber doch extrem überdimensioniert war. Zum Größenvergleich: Sein Daumen hatte ungefähr den gleichen Umfang wie mein Handgelenk - OHNE SCHEISS!!! So kuschelte ich mich eben an seinen männlichen Oberarme, die logischerweise die komplette Armlehne beschlagnahmten. Naja, ich habs versucht positiv zu sehn, gefrohren hab ich auf dem Flug keine Sekunde. Wer nun übrigens glaub, ich hätte die erste Bekanntschaft mit der amerikanischen Bevölkerung gemacht, der irrt! Laut der Zeitung war der freundliche Herr aus Tschechien oder Polen oder ähnlichem.

Schlafen konnte und wollte ich dann aber trotz der heimeligen Atmosphäre doch nicht. Außerdem kamen auch zu viele Filme, die mich interessierten. Um mich einzustimmen und weil ich es ohnehin lieber mache, schaute ich sie im O-Ton und muss sagen, dass ich es speziell beim dritten Film überhaupt nicht bereute. Aber eins nach dem anderen:
Film No. 1 war Inkheart (Tintenherz). Ein Fantasyfilm in den bestimmte Personen die Macht haben, Geschicht zum Leben zu erwecken und dadurch real werden zu lassen. Fand ich als Einstieg schonmal sehr sehenswert.
Danach wurde es dann etwas romantisches mit der Teenie-Romanze Twilight (Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen) ... die Deutschen brauchen aber auch wirklich für alles Untertitel. Naja, war zwar nicht so 100%ig meine Sache, aber er hatte mich schon länger mal interessiert. Kurzzusammenfassung: Mädchen kommt an Schule, Mädchen verliebt sich in Jungen, Junge ist Vampir, Mädchen wird von bösen Vampiren angegriffen, Junge rettet Mädchen. Ein Klassiker eben! :D
Nun aber zum Highlight und dem Überraschungssieger des diesmaligen Fluges: Bolt (Bolt – Ein Hund für alle Fälle) ... und schon wieder ein Untertitel. Zum Film: Eigentlich dachte ich ja, dass es ein Animationfilm eher für Kinder ist, möglicherweise ist er das auch, aber die Charaktere sind mal wieder suuuuuper. Besonders der Hamster ist einfach nur genial oder sollte ich sagen AWESOME!!! :D

Ach, zieht euch einfach das rein:

Übrigens, es geht in dem Film um einen Fernseh-Hund, der glaubt, dass er wirklich der Super-Hund ist, den er spielt. Eines Tages kommt er in der "Außenwelt" und stellt so langsam fest, das da etwas nicht stimmt.
Auf jeden Fall eine sau lustige Sache, die mir doch etwas Aufmerksamkeit im Flugzeug bescherte, da ich mich an diversen Stellen einfach nicht mehr beherrschen konnte und laut los lachte. :-)))
Zu guter Letzt zog ich mir dann noch The Duchess (Die Herzogin) rein. Pompöse Kleider mit einer hübsch anzusehenden Keira Knightley. Storiemäßig eher nur OK, aber gegen Bolt war auch schwer anzukommen! ;)

Fitt wie ein Turnschuh kam ich dann in Phili an, konnte ohne weitere Probleme durch die Passkontrolle, alle meine drei Koffer holen und mit meinem Mietwagen nach Malvern düsen - ohne weitere, spannende Vorkomnisse, die gibts dann in den folgenden Beiträgen!


Fotos: Wikipedia, Wikipedia, Wikipedia, Wikipedia

Der Abschied ...

Von der geplanten Erholung, die Becci und ich uns ganz fest fuer die letzten Tage vorgenommen hatten ist leider nicht all zu viel haengen geblieben, da es noch super viel zu tun gab. Von Leuten verabschieden, ein paar Kleinigkeiten einkaufen, dann natuerlich noch Koffer packen und in der Wohnung klar Schiff machen. Zwar alles nicht viel, aber zusammen ein totaler Zeitfresser!

Und kaum haben wir uns ein paar Mal umgeschaut, war er auch schon da, der schmerzhafte Moment des Abschieds am Flughafen. Es ist und bleibt einfach nicht leicht und trotz aller Technik die E-Mails, Billig-Telefonate und Skype mit sich bringt ... heisst es nun erstmal moeglicherweise sechs Monate durchstehen.

Aber wir beide haben das ja schonmal geschafft und es spricht nichts dagegen, dass es dieses Mal anders aussieht! Ich bin zumindest guter Dinge und voller Zuversicht!!!